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27.01.2009 - 

CW-Kolumne

Microsoft übt Schadensbegrenzung

Sascha Alexander ist Manager Marketing & Kommunikation bei der QUNIS GmbH, Neubeuern, die auf Beratung und Projekte in der Business Intelligence, Big Data und Advanced Analytics spezialisiert ist. Zuvor war der Autor als Director Communications bei den Marktforschungs- und Beratungsunternehmen BARC und PAC tätig. Als ehemaliger Redakteur der COMPUTERWOCHE sowie Gründer und Chefredakteur des Portals und Magazins für Finanzvorstände CFOWORLD verbindet ihn zudem eine lange gemeinsame Zeit mit IDG.
Seine Themenschwerpunkte sind: Business Intelligence, Data Warehousing, Datenmanagement, Big Data, Advanced Analytics und BI Organisation.

Still und leise trägt Microsoft einen seiner Hoffnungsträger zu Grabe. Mit dem Performancepoint Server hatte der Konzern beweisen wollen, dass er über Infrastruktursoftware hinaus auch im Bereich der Business-Software etwas zu bieten hat. Statt als Lieferant der IT wollte man sich künftig als Berater der Fachabteilungen ins Spiel bringen. Viel Zeit und Entwicklungsarbeit sind deshalb in dieses Projekt geflossen. Auch wurden Partner früh geschult und Tausende Kunden an den Tests beteiligt.

Als dann 2007 der Server für Analyse, Reporting und Planung auf den Markt kam, horchte die Fachwelt auf. Analysten sahen einen neuen Konkurrenten für SAP, Oracle und IBM entstehen, der den Markt von hinten aufrollen würde. Microsoft, so hieß es weiter, besäße nun endlich eine umfassende und technisch gut integrierte Suite für Business Intelligence (BI) und Corporate-Performance-Management (CPM), die das Unternehmen bei Firmenkunden zu einem strategischen Lieferanten und Partner machen würden. Die schiere Größe Microsofts, gepaart mit seiner Dominanz auf dem Desktop (Excel), würde dann auch schnell die Marktverhältnisse verändern.

Kaum verständlich scheinen daher jetzt die Pläne, Performancepoint vom Markt zu nehmen, Teile in den Sharepoint Server zu verlagern und künftig wieder auf klassisches BI mit Analyse und Reporting zu setzen (siehe Seite 6). Vordergründig ist es der Sparzwang, der das Produkt zusammen mit populärer Software wie dem "Flightsimulator" oder neuen Projekten wie "Popfly" auf die Streichliste gebracht hat.

Doch beim näheren Betrachten ergibt sich ein anderes Bild: Trotz aller Vorschusslorbeeren ist es Microsoft und seinen Partnern nicht gelungen, Fachabteilungen in größerem Maß zu erreichen. Der Markt für CPM ist heute von einer Reife (Fach- und Branchenwissen) und funktionalen Tiefe der Angebote gekennzeichnet, die es einem Späteinsteiger und Generalisten wie Microsoft zu schwer gemacht haben.