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27.04.2001 - 

Marktplätze für Firmen aller Größen

Microsoft und Commerce One bilden B-to-B-Allianz

27.04.2001
MÜNCHEN (CW) - Commerce One und Microsoft wollen im Business-to-Business-Geschäft zusammenarbeiten. Die Gates-Company stellt Commerce One einen "Kredit" über 25 Millionen Dollar zur Verfügung. Davon soll der Softwareanbieter seine B-to-B-Lösung "Marketsite" an Microsofts "Software-als-Service"-Plattform ".NET" anpassen.

Vor allem für Microsoft ist der Deal von großer Bedeutung. Der Konzern will damit im Business-to-Business-Sektor Fuß fassen, denn .NET bezog sich bisher lediglich auf das B-Central-Portal für kleinere Unternehmen. "Das ist eine typische Microsoft-Strategie", kommentiert Mark Withington, Analyst bei PLM Research, den Vorstoß des Softwareriesen. "Sie fangen mit kleinen und mittleren Firmen an und bewegen sich dann aufwärts in Richtung Großunternehmen."

Der Softwarehersteller Commerce One dagegen, der wie alle B-to-B-Spezialisten in letzter Zeit mit Gewinnwarnungen Schlagzeilen gemacht hat, will sich über den Deal mit Microsoft Zugang zu kleineren Kunden sichern, um seine Finanzen zu stabilisieren, mutmaßt Withington. Der bisher nur auf Großkonzerne und Konsortien ausgerichtete Betrieb und Service von Marktplätzen sei auf Dauer zu unsicher. Nach Ansicht von John Ederer, Analyst bei Pacific Groth Equities, eröffnet die Partnerschaft mit Microsoft dem angeschlagenen Unternehmen sehr gute zusätzliche Vertriebschancen.

Commerce Ones Marketsite ermöglicht den Aufbau von Web-basierten Marktplätzen - mit lokalisierten Angeboten unter anderem in englischer, deutscher, spanischer und japanischer Sprache - sowie deren Anbindung an das hauseigene "Trading Web" und andere elektronische Marktplätze. Zudem stellt die Software eine offene Transaktionsplattform zur Verfügung und ermöglicht es den Kunden, Dienstleistungen Dritter in ihr Angebot zu integrieren.

Commerce One wird aber möglicherweise nicht Microsofts einziger Partner im B-to-B-Segment bleiben, berichtet der Brancheninformationsdienst "Computergram". So soll Keith Krach, Firmenchef des Erzrivalen Ariba erklärt haben, ebenfalls mit Microsoft zu verhandeln. Konkrete Pläne liegen hier allerdings noch nicht vor.