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Marketing- und Serviceabkommen geschlossen

Microsoft und Compaq arbeiten bei PC und Notebook zusammmen

23.04.1993

Unter dem Begriff der Frontline Partnership wollen Microsoft und Compaq ihre Hardware und Software besser aufeinander abstimmen. Geplant sind zum Beispiel Rechner, die automatisch alle Erweiterungen und angeschlossenen Peripheriegeraete ueberpruefen und erkennen. Die neuen Systeme sollen sich selbst aneinander anpassen und Konflikte verhindern, ohne dass der Benutzer sich mit Interrupts oder Mikroschaltern beschaeftigen muss.

Andere Teile der Vereinbarung konkretisieren die Zusammenarbeit bei Hard- und Software-Entwicklung fuer PCs, Notebooks und Sub- Notebooks. Die beiden Unternehmen wollen neue Moeglichkeiten fuer die Handschriften- und Spracherkennung erforschen. Ganz nebenbei wollen Microsoft und Compaq auch ihre Marketing-Kraefte konzentrieren und sich gegenseitig beim Verkauf und beim Service der Produkte unterstuetzen.

Analysten vermuten allerdings noch ein weiteres Motiv fuer dieses Buendnis: Microsoft musste gegen die strategische Allianz von IBM, Apple und Motorola vorgehen. Sowohl Microsoft als auch Compaq streiten zwar ab, direkt mit dem Triumvirat konkurrieren zu wollen, doch pruefen die Marktbeobachter inzwischen schon die Chancen der beiden Gruppen. Erfolg haben werden wohl beide, und ein neuer Standard fuer PC-Hardware wird noch lange auf sich warten lassen, weil jede Gruppe auf bestimmten Gebieten einen Wissensvorsprung hat. Microsoft und Compaq koennten die Arbeitsfunktionen im Netz unter Windows verbessern. Ausserdem will Compaq den Schwierigkeiten mit CD-ROM-Laufwerken in PCs ein Ende setzen und eigene Rechner mit diesen Laufwerken und Windows for Workgroups ausliefern.

Andererseits erwarten Analysten, dass IBM, Apple und Motorola auf der Fruehjahrs-Comdex in Las Vegas einen PC mit dem "Power PC"- Prozessor zeigen, und IBM plant, seine eigenen RS/6000-Rechner bis Ende dieses Jahres auf die neue CPU umzustellen. Apple und IBM entwickeln schliesslich gemeinsam das objektorientierte Betriebssystem "Taligent" und die Unix-Variante "Poweropen", damit Macintosh-Applikationen auf Apple- und IBM-Computern einsetzbar sind.