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Digital plant Markteinfuehrung seiner Loesung schon fuer Juli


29.03.1996 - 

Microsoft und DEC machen NT fit fuer Rechnerknoten im Cluster

Die Gates-Company stellte zwar bereits vor drei Wochen einem begrenzten Kreis von Entwicklern die Schnittstellen fuer ihre Cluster-Technologie "Wolfpack" vor. Wie die CW- Schwesterzeitschrift "Infoworld" mit Bezug auf Microsofts NT- Programm-Manager Eric Hokensen schreibt, soll Wolfpack jedoch nicht vor Ende 1996 ausgeliefert werden.

DEC hat es da eiliger: Bereits im April 1996 will das Unternehmen von der US-Ostkueste die Betaversion einer Zusatzsoftware breit streuen, mit der es unter NT moeglich ist, zwei Rechnerknoten als ausfallsichere Systeme zu konfigurieren. AT&T Global Information Solutions (GIS) bietet eine Cluster-Option unter NT fuer maximal zwei Rechnerknoten bereits an.

Auch deren Implementation stellt sicher, dass im Fall der Havarie eines Rechners das parallel geschaltete zweite Geraet automatisch die laufenden Aufgaben uebernimmt.

Da Microsoft bei Wolfpack in hohem Masse auf Technologie zurueckgreift beziehungsweise Lizenzrechte fuer Technologie erworben hat, die Digital Equipment entwickelte, sind die Microsoft- und Digital-Cluster-Produkte im wesentlichen deckungsgleich. Die DEC- Loesung soll allerdings bereits im Juli allgemein verfuegbar sein.

Microsoft-Manager Hokensen zufolge wird das Softwarehaus NT- Cluster-Technologien in zwei Phasen auf den Markt bringen: Bis Ende dieses Jahres moechte man analog zu DEC eine Loesung praesentieren, die den Ausfallschutz bei zwei geclustert arbeitenden Rechnern ermoeglicht. In einem zweiten Schritt, der irgendwann 1997 vollzogen sein soll, werde Microsofts Cluster- Software Wolfpack dann die Zusammenschaltung von bis zu 16 Rechnerknoten erlauben.

Mit der Cluster-Option, so sie reibungslos funktioniert, helfen DEC und Microsoft einem wesentlichen Schwachpunkt von NT gegenueber Unix-Derivaten ab: Bislang laesst sich das Microsoft-Betriebssystem gewinnbringend nur auf bis zu vier Prozessoren ausbauen. Mit Wolfpack beziehungsweise der DEC-Loesung waere das Skalierungsproblem und damit ein grosses Manko gegenueber diversen Unix-Auspraegungen vom Tisch. Zudem lassen sich ueber Cluster- Loesungen ausfallsichere Systeme implementieren. Dies ist insbesondere bei zeitkritischen Anwendungen von Interesse.