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23.06.2006

Microsoft und die Optionen

Schuld am Skandal soll eine Billigsoftware gewesen sein.

Der Skandal um rückdatierte Aktienoptionen und mangelnde Kommunikation mit Investoren hat nun auch einen prominenten IT-Anbieter der ersten Reihe erwischt: Microsoft. Der Konzern soll in den 90er Jahren seine Optionen jeweils auf den Tag des zurückliegenden Monats datiert haben, an dem die Microsoft-Aktie am niedrigsten stand. Dies berichtete das "Wall Street Journal". Aus Sicht von Experten dürfte Microsoft damit gegen die entsprechenden Regelungen verstoßen haben, so die Zeitung.

Der Konzern sieht das offiziellen Aussagen zufolge indes anders. "Damals wie heute" gehe man davon aus, nicht gegen die Generally Approved Accounting Principles (GAAP) verstoßen zu haben. Zudem ließe sich die Vorgehensweise nicht mit dem aktuell untersuchten "Backdating" vergleichen. Bleibt die Frage, wieso Microsoft im Jahr 1999 erklärt hatte, der umstrittenen "historischen" Praxis ein Ende zu setzen. Das Unternehmen schrieb in seiner Bilanz für das Geschäftsjahr 1999 dann auch auch eine Sonderbelastung von 217 Millionen Dollar ab.

Derweil hat die Zeitung einen potenziellen Übeltäter ausgemacht: Das häufig verwendete Programm "EquityEdge", mit dem die Aktienoptionen verwaltet wurden, konnte damals die Rückdatierung nicht erkennen. Eine bessere Software war vielen Controllern vermutlich schlicht zu teuer. (tc/ajf)