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20.09.2005

Microsoft und Google buhlen angeblich um AOL

Die Gates-Company strebt Vormachtstellung bei Online-Diensten an.

Presseberichten zufolge haben Microsoft und Time Warner Gespräche über mögliche Synergien im Bereich ihrer Online-Aktivitäten geführt. Im Zentrum der Verhandlungen stand der Plan, Microsofts Suchtechnik im AOL-Portal einzusetzen. Dabei soll auch diskutiert worden sein, den Internet-Dienst AOL mit dem Online-Portal und dem Einwahlgeschäft von MSN in einem Joint Venture zusammenzuführen.

Mit einem solchen Schritt würde ein veritabler Online-Gigant entstehen: Gemessen an den zusammen rund 167,8 Millionen einmaligen Nutzern, die Nielsen/Netratings für den Monat August ermittelte, würde das Gemeinschaftsunternehmen mehr als doppelt so viele Besucher wie Google (80,4 Millionen) aufweisen. Auch der Portalriese Yahoo würde mit seinen etwa 101,3 Millionen monatlichen Nutzern deklassiert, der Abstand zu Nachzüglern wie Ask Jeeves wachsen. Wenn die Gates-Company ihre Suchmaschine für AOL-Kunden zur Verfügung stellen würde, verlöre der bisherige Technologielieferant Google auf einen Schlag rund elf Prozent seines Umsatzes im Anzeigengeschäft.

Was macht Google?

Da der Suchmaschinenprimus einen solchen Verlust kaum zulassen würde, rechnen Analysten damit, dass er noch selbst bei AOL einsteigen könnte. Die Kalifornier würden damit ihre Einnahmequelle sichern und zusätzlichen Content erhalten, schreibt Merrill-Lynch-Analystin Lauren Rich Fine in einem Research-Bericht. Auch Konkurrent Yahoo soll an AOL interessiert sein.

Die Verhandlungen zwischen Microsoft und Time Warner begannen laut "New York Post" schon im Januar. Damals versuchte Microsoft angeblich, AOL zum Wechsel auf die neu entwickelte Suchmaschine zu bewegen und bot als Ausgleich sein MSN-Geschäft zum Kauf an. Die Unternehmen hätten anschließend verschiedene Optionen geprüft.

Die Pläne wurden zu einer Zeit bekannt, als Großanleger Carl Icahn die Strategie von Time Warner heftig kritisiert. Marktbeobachter vermuten daher, dass der Bericht lanciert wurde, um den Kurs des Konzerns zu stabilisieren. (mb)