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16.04.1999 - 

I-Mac-Konzept findet Nachahmer

Microsoft und Intel arbeiten an Plug-and-play-Server

LOS ANGELES (IDG) - Das I-Mac-Prinzip begeistert nicht nur eingefleischte Apple-Fans. Microsoft und Intel wollen jetzt einen sehr schnell betriebsbereiten Server für kleinere Unternehmen herausbringen.

Auf der Windows Hardware Engineering Conference and Exhibition (Winhec) in Los Angeles überraschten Microsoft und Intel die Teilnehmer mit der Vorstellung eines "Small Business Servers". Ähnlich dem I-Mac von Apple soll der Server vorkonfiguriert und nach dem Auspacken binnen einer halben Stunde betriebsbereit sein. Als Zielgruppe für den Server sehen die beiden Companies kleinere Unternehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern, die ihre PCs vernetzen wollen. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der Server-Funktionalität auf Features wie gemeinsamer Internet-Zugriff, Nutzung von Peripheriegeräten wie Druckern sowie Applikationen.

Nach Angaben von Microsoft-Managern arbeiten die beiden Partner bereits seit einem Jahr an diesem Server-Konzept. Erste Betaversionen des Geräts sind für das dritte Quartal 1999 geplant. Die Auslieferung über OEM-Partner ist dann gegen Jahresende angepeilt. Den Preis für ein solches System geben Microsoft und Intel mit rund 2000 Dollar an. Allerdings ist noch unklar, welche Firmen den Small Business Server produzieren.

Herzstück des Servers ist eine erweiterte Version von Windows NT Embedded. Laut Microsoft zeichnet sie sich durch eine verbesserte Web-basierte Benutzer-Schnittstelle zum Set-up, Plattenspiegelung und Routinen zur Fehlertoleranz aus. Ferner seien eine Firewall und Caching-Technologie für den sicheren Internet-Zugang eingebaut. Intel steuert zu dem Konzept einen Satz Referenzhardware bei. Dieser umfaßt Bauteile wie Motherboard, Chassis und Bios. Ferner arbeitet der Chiphersteller an Features, die das Management des Servers vereinfachen sollen. Geplant sind Indikatoren, die Fehler erkennen, eine Flüsigkristall-Anzeige, die Auskunft über den Betriebsstatus gibt, oder ein spezielles Power-Management. Dieses verhindert, so Intel, ein versehentliches Abschalten des Servers.

Während eingefleischten Netzwerkern das Konzept eines Servers, der nach dem Auspacken in 30 Minuten betriebsbereit sein soll, fragwürdig vorkommt, sind Microsoft und Intel vom Erfolg überzeugt. Nach ihren Berechnungen besteht allein in den USA bei über vier Millionen kleinen Unternehmen Bedarf für eine solche Lösung. Ergänzt um den europäischen Markt, ergeben sich nach dieser Kalkulation rund zehn Millionen kleine Firmen, die noch kein eigenes Netzwerk besitzen und damit potentielle Käufer des Small Business Servers sind.