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13.08.2009

Microsoft und Nokia nähern sich an

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Im Rahmen einer Allianz sollen Office-Anwendungen auf den finnischen Smartphones Einzug halten.

Einst Erzrivalen im Handy-Geschäft, haben sich Microsoft und Nokia nun im Rahmen einer strategischen Allianz zum Schulterschluss entschieden. Im Zuge der Zusammenarbeit soll im nächsten Jahr Microsofts Mobile Office (Word, Excel, Powerpoint, One Note) auf Nokias Smartphones erhältlich sein. Laut Kai Öistämö, Executive Vice President for Devices bei Nokia, soll die Microsoft-Software zuerst auf der für Business-Kunden konzipierten E-Series zu finden sein. Ferner ist eine Portierung des Office Communicator Mobile auf die Symbian-Plattform geplant. Office Communicator ist Microsofts Frontend für Unified-Communications-Anwendungen wie Presence, Instant Messaging, Conferencing oder Collaboration. Zudem sollen Nokia-Handys Zugang zu Intranet- und Extranet-Portalen erhalten, die auf Microsofts Sharepoint basieren.

System Center lernt Symbian

Im Gegenzug öffnet Microsoft seine Device-Management-Software "Microsoft System Center Mobile Device Manager 2008". Künftig können damit auch Nokia-Modelle administriert werden. Ursprünglich war die Suite von Microsoft als Gegengewicht zu anderen Plattformen wie etwa IntelliSync von Nokia, der Ubi-Suite von Ubitexx oder der BlueFire-Suite von BlueFire-Security konzipiert. Allerdings hatte Microsofts Ansatz bislang einen Haken: Er setzte beim Anwender eine durchgehende Windows-Welt bis zum Smartphone voraus.

Genauere Angaben zur Verfügbarkeit der Lösungen, eventuellen Lizenzmodellen und Preisen machten die beiden Unternehmen nicht. Im Zuge der Partnerschaft haben Nokia und Microsoft zudem ihr Lizenzabkommen in Sachen ActiveSync erneuert. Nokia wird diese Technik auch künftig für E-Mails per Push-Verfahren nutzen.

Stephen Elop, Microsoft Business Division President, und Nokia-Manager Öistämö feierten die Allianz auf einer Pressekonferenz als Zusammenschluss zweier globaler Marktführer. Euphorisch schwärmten sie von einem neuen Zeitalter in Sachen "Mobile Enterprise Productivity". Etliche Marktbeobachter sehen die Allianz jedoch mit anderen Augen: Für sie suchen Microsoft und Nokia – von Google mit Android, von Apple mit dem iPhone und von RIM mit den Blackberries in die Zange genommen – nach einem Rettungsanker. So verlor Nokia im margenträchtigen Smartphone-Geschäft Marktanteile, und Ovi, der eigene Marktplatz für mobile Anwendungen, dümpelt vor sich hin.

Microsoft hatte ebenfalls kein glückliches Händchen bei der Eroberung des Smartphone-Marktes. Anders ist es kaum zu bewerten, dass das Unternehmen – einst angetreten, um Windows als die Smartphone-Plattform für Business User zu etablieren – jetzt sein Mobile Office auf Symbian portiert. (hi)