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11.10.2005

Microsoft vereinfacht Lizenzen

Die neuen Server-Metriken nehmen Rücksicht auf Virtualisierung.

Im Rahmen seiner Dynamic Systems Initiative ändert Microsoft die Lizenzkonditionen für seine Server-Produkte. Vor allem Kunden, die Virtualisierungstechniken einsetzen, sollen davon profitieren. Bislang mussten Anwender für Produkte wie Microsofts SQL Server und den Biztalk Server unter dem CPU-basierenden Modell für jeden physisch vorhandenen Prozessor im Rechner Lizenzgebühren zahlen. Künftig soll den Anwendern nur noch die tatsächlich genutzte Zahl der Prozessoren in Rechnung gestellt werden.

Außerdem soll es keine Gebühren mehr für nicht aktive Images des Windows Server System geben, erläuterte Bob Kelly, General Manager für das Marketing von Microsoft. Zudem dürften die Microsoft-Kunden ein Windows Server System auf vier virtuellen Maschinen pro Rechner einsetzen. Berechnet werde dabei nur eine Lizenz.

Vorteile nur mit neuem Release

Das neue Regelwerk soll ab dem 1. Dezember dieses Jahres in Kraft treten. Es gilt jedoch erst ab Version R2 Enterprise Edition des Windows Server 2003, die bis Ende des Jahres auf den Markt kommen wird. Offenbar hoffen die Microsoft-Verantwortlichen, den Verkauf ihrer Highend-Server-Produkte anzukurbeln. Derzeit habe der überwiegende Teil von Microsofts Unternehmenskunden die Standard Edition im Einsatz, räumte Zane Adam, Marketing-Leiter von Microsofts Windows Server Group, ein.

In der Vergangenheit habe sich Microsoft regelmäßig ein blaues Auge geholt, wenn es um die Lizenzkonditionen ging, stellt Laura DiDio, Analystin der Yankee Group, fest. Mit dem neuen Modell nehme der Konzern Rücksicht auf die Kundenwünsche nach verständlichen und nachvollziehbaren Lizenzmetriken. Allerdings mache Microsoft dies nicht aus reiner Liebe zu seinen Kunden. Um dem wachsenden Linux-Anteil in den Datenzentren begegnen zu können, habe sich der Softwarekonzern etwas einfallen lassen müssen.

Gartner-Analyst Alvin Park begrüßt die neue Microsoft-Strategie. Viele Lizenzmodelle der großen Softwareanbieter hätten bislang nicht mit neuen Techniken wie der Server-Virtualisierung zusammengepasst. Die Modelle seien oft zu komplex und kaum durchschaubar gewesen. (ba)