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23.07.1999 - 

Analysten vor zu großer Euphorie gewarnt

Microsoft verfehlte die 20-Milliarden-Marke nur knapp

MÜNCHEN (IDG/CW) - Softwaregigant Microsoft glänzte im vierten Quartal beziehungsweise im gesamten Geschäftsjahr 1999 einmal mehr mit beeindruckenden Zahlen. Sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag konnte die Gates-Company gegenüber dem Vorjahr überdurchschnittlich zulegen.

Mit seinem jüngsten Jahres- und Quartalsabschluß übertraf Microsoft selbst die kühnsten Erwartungen der Wallstreet. Der Umsatz im am 30. Juni beendeten Geschäftsjahr 1999 kletterte im Vorjahresvergleich um 29 Prozent von 15,26 auf 19,75 Milliarden Dollar. Der Gewinn nach Steuern beträgt 7,79 Milliarden Dollar oder 1,42 Dollar je Aktie - 69 Prozent mehr als im Fiskaljahr 1998, wo ein Nettoertrag je Anteilschein von 84 Cent ausgewiesen wurde. Ähnlich gut liest sich die Bilanz der Gates-Company für das vierte Quartal 1999: Hier schlug eine Steigerung der Einnahmen gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres um 39 Prozent von 4,15 auf 5,76 Milliarden Dollar zu Buche; der Nettogewinn erhöhte sich um 40 Prozent von 1,35 auf 2,20 Milliarden Dollar beziehungsweise von 25 auf 40 Cent pro Aktie. Die Prognosen der Analysten hatten sich zuletzt bei maximal 37 Cent eingependelt.

Chief Financial Officer (CFO) Greg Maffei führte die "erneut sehr gute finanzielle Performance" vor allem auf die hohe Nachfrage im Consumer-Markt nach Produkten der Windows- und Office-Familie zurück. Gleichzeitig sei aber auch das Geschäft mit Server-Plattformen für professionelle Anwender "außerordentlich stabil" verlaufen. Insgesamt konnten im abgeschlossenen Geschäftsjahr 1999 die Umsätze mit den Plattformen Windows 98, NT Workstation und NT Server gegenüber dem Vorjahr um 35 Prozent auf 8,50 Milliarden Dollar gesteigert werden; die im Applikationsgeschäft sowie aus dem Verkauf von Entwicklungs-Tools erzielten Einnahmen kletterten um 25 Prozent auf 8,82 Milliarden Dollar. Die restlichen "Consumer- sowie Commerce-Lösungen" legten um 25 Prozent zu und brachten 2,43 Milliarden Dollar in die Microsoft-Kasse.

Trotz oder gerade wegen der für Branchenverhältnisse nahezu konkurrenzlosen Umsatzrendite trug Finanzchef Maffei bei der weiteren Kommentierung der Bilanz die fast schon gewohnte Skepsis zur Schau. Die durch den Datumswechsel bedingte Zurückhaltung der Anwender beim Kauf neuer Software werde sich zumindest im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres "spürbar auswirken". Zudem müsse man mit einem Abflauen des PC-Geschäfts vor allem in Europa und Japan rechnen - Faktoren, von denen der Erfolg des PC-Software-Giganten naturgemäß stark abhängt. Insgesamt stellte Maffei für das Fiskaljahr 2000 ein nur moderates Wachstum seiner Company von knapp unter 20 Prozent in Aussicht. Gleichzeitig appellierte er an die Analysten, die Gewinnerwartungen "konstant zu halten".