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10.06.2008 - 

Schlag gegen Raubkopierer

Microsoft verklagt PC-Händler

Seine erste Berührung mit Informatik erfolgte an einem C64 samt Floppy VC 1541. Von Anfang an nutzte er diesen faszinierenden Heimcomputer nicht nur zum Daddeln, sondern auch für die Basic-Programmierung. Unter anderem half er seinen damals etwas müden Kopfrechnen-Fähigkeiten auf die Sprünge, indem er ein Programm schrieb, das immer zwei zufällig ausgewählte Zahlen zur Multiplikation stellte. Im Hintergrund lief ein Timer. Nur wenn er das Ergebnis innerhalb des vorgegebenen Zeitraums, der leider manchmal zu knapp bemessen war, richtig eintippte, bekam er einen Punkt gutgeschrieben. Seine Highscore-Ergebnisse waren durchwachsen, seine Programmierkenntnisse dafür umso besser. Der Lehrstuhl, an dem er als studentische Hilfskraft angestellt war, gehörte seinerzeit zu den Vorreitern in Sachen IT. Man übersetzte damals die griechischen Inschriften der antiken Stadt Hierapolis – heute ist dieses türkische Pamukkale bekannt durch seine Kalksinter-Terrassen. Die wissenschaftlich korrekt erfassten und kommentierten Inschriften bearbeiteten Dirscherl und Kollegen zunächst in Wordperfect. Anschließend landeten die Texte in einer Datenbank, die auf CD gepresst und für sündhaft viel Geld weltweit verkauft wurde. Über dieses epigraphische Datenbankprojekt, diverse C-Programmierereien auf Unix-Systemen und seine ersten Experimente mit Linux landete er schließlich professionell bei der IT. Seit den späten 1990-ern nutzt er Linux als Produktivsystem, seit Anfang der 2000-er Jahre ist Linux sein hauptsächliches OS. Nach vielen Jahren mit Suse Linux und Open Suse und zwischendurch Ausflügen zu Red Hat und Debian landete er bei Ubuntu und erledigt damit alle Arbeiten. Linux und C ist er bis heute treu geblieben – nach einem Ausflug zu PHP und MySQL. Mittlerweile bastelt er auch mit Arduino. Bei pcwelt.de betreut er vor allem Business-IT-Themen und hat den Auto & Technik-Bereich von Null beginnend aufgebaut. Seine Tests der Infotainmentsysteme in modernen Fahrzeugen gehören zu den ausführlichsten Tests, die man dazu überhaupt finden kann. Daneben schreibt er zudem fast täglich aktuelle Meldungen aus der IT-Welt.
Microsoft hat einen harten Schlag gegen die Software-Piraterie geführt. Der Software-Riese verklagte in den USA 21 PC-Händler, Weil sie illegale Windows- und Office-Kopien verkauft haben, hat der Softwareriese in den USA Klage gegen insgesamt 21 Händler eingereicht.

Microsoft hat in 14 US-Bundesstaaten in insgesamt 21 Fällen Anzeige gegen PC- und Software-Händler erstattet. Das gab das Unternehmen heute bekannt. Einige der Fälle spürte Microsoft mit seiner Verifizierungstechnologie Windows Genuine Advantage beziehungsweise Office Genuine Advantage auf. Mit dem Genuine Advantage-Programm kann Microsoft auf dem Rechner des Anwenders via Internetverbindung ermitteln, ob die eingesetzte Windows- und/oder Office-Version legal erworben ist. Microsoft startet das Windows Genuine Advantage-Programm im April 2006. Diese Verifizierungstechnologie führte bei ihrer Einführung zu erheblicher Unruhe unter den Anwendern, weil viele User darin ein Bespitzelungs-Tool sahen.

Einigen anderen Piraterie-Fällen kam Microsoft aber auch auf weniger technische Art auf die Spur: Nämlich durch Anrufe bei der Microsoft Anti-Piracy-Hotline. Fast alle der angezeigten Fälle betreffen Windows XP und Office-Versionen für Endkunden. Nur in zwei Fällen handelt es sich um illegale Kopien von Unternehmensversionen. Windows Vista ist von den Raubkopie-Fällen überhaupt nicht betroffen, wie von Microsoft zu erfahren war.

Wiederholungstäter: Unter den angezeigten Firmen und Händlern befinden sich einige, mit denen Microsoft bereits in der Vergangenheit Probleme wegen illegaler Kopien hatte. Diese Streitfälle waren damals aber beigelegt worden. Konkret hat Microsoft in diesen Bundesstaaten Verfahren einleiten lassen: Kalifornien, Georgia, Massachusetts, Ohio, South Carolina, Tennessee, Texas, Virginia, Oregon, Arkansas, Colorado, Florida, Illinois und Washington.

Nach Schätzungen der Business Software Alliance beträgt der Anteil von Raubkopien an allen in den USA eingesetzten Softwareprodukten derzeit 20 Prozent, wodurch der Software-Industrie ein Verlust von rund 8 Milliarden US-Dollar entstehen soll, was zirka 4,88 Milliarden Euro entspricht. (PC-Welt/mb)

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