Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

04.04.2006

Microsoft verschärft Kurs gegen Linux

Der Hersteller nimmt nicht mehr an Linuxtag und Linuxworld teil.

Offenbar ändert Microsoft die Strategie gegen Linux. Nach zwei Jahren Präsenz beim Linuxtag wird Microsoft in diesem Jahr nicht an der Konferenzmesse, die vom 3. bis 6. Mai erstmals in Wiesbaden stattfindet, teilnehmen. Auch auf der nach Köln umziehenden Linuxworld (14. bis 16. November) will der Konzern nicht mehr Flagge zeigen. Begründet wurden die Absagen kaum, so dass Raum für Spekulationen bleibt.

Kryptische Andeutungen

Alfons Stärk, als Manager Platform Strategy der Leiter der gegen Open Source gerichteten Maßnahmen bei Microsoft Deutschland, zollt dem Linuxtag auch jetzt noch Lob. Er habe "eine hervorragende Plattform geboten, um Kontakte in die Community zu knüpfen und unsere Lösungsansätze vorzustellen sowie wichtige übergreifende Themen wie Sicherheit und Interoperabilität in verschiedenen Facetten zu beleuchten". Ähnlich hatte sich Stärk zur Linuxworld geäußert. Nun ergeht sich der Manager in kryptischen Andeutungen. Man wolle mit "Ansprechpartnern vertiefende Gespräche zu dezidierten Fragestellungen führen". Dafür seien beide Konferenzmessen "nicht die geeignete Form".

Microsoft beendet damit eine Phase, in der die argumentative Auseinandersetzung mit Linux gesucht wurde. Während das Unternehmen anfangs Open Source als kommunistische Verschwörung gegen den Kapitalismus im Allgemeinen und die Verfassung der USA im Speziellen verurteilt hatte, waren die Stimmen aus Redmond in den vergangenen zwei Jahren deutlich moderater geworden. Zuletzt lag die Betonung auf Interoperabilität der Betriebssystem-Welten - eine unausgesprochene Anerkennung von Linux.

Damit ist es offenbar vorbei. Microsofts Politik gegen Linux wird wieder feindseliger. Ende letzten Monats hatte Microsoft-Chef Steve Ballmer Patentklagen gegen Linux zu einer Option seines Unternehmens erklärt. Es gebe Hinweise, dass das quelloffene Betriebssystem geistiges Eigentum von Microsoft verletzte. Dies sei, kommentierte Florian Müller, Initiator der Kampagne NoSoftwarePatents, "die Ankündigung einer Ankündigung". Er halte es für möglich, dass Microsoft tatsächlich gegen Linux Klage wegen der Verletzung von Patenten einleiten werde. (ls)