Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.08.1997 - 

Börsenspot

Microsoft: Wider den Verwässerungseffekt

Von Arnd Wolpers*

Drei Viertel der rund zwei Dutzend US-Broker, die die Microsoft-Aktie regelmäßig analysieren, empfehlen das Papier weiterhin zum Kauf. Heute wird die Gates-Company mit 170 Milliarden Dollar an der Börse bewertet. Dem stehen ein Umsatz von zuletzt 11,4 Milliarden Dollar sowie ein Gewinn von 3,4 Milliarden Dollar gegenüber. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 45 (bezogen auf den geschätzten Ertrag des begonnenen Geschäftsjahres) bewegt sich die Gates-Company nicht außerhalb der Bandbreite vergleichbarer Technologieunternehmen. Gemessen an der monopolartigen Stellung erscheint die Bewertung überdies als gerechtfertigt. Die entscheidende Frage ist: Kann Microsoft diese Position im Markt halten? Antwort: Vieles spricht dafür. Kaum einer der Wettbewerber erscheint derzeit als gefährlich. Ungemach könnte indes von den US-Kartellbehörden drohen - die Interpretationen des Microsoft-Einstiegs bei Apple lassen grüßen!

Vom Microsoft-Management waren zuletzt eher Molltöne zu vernehmen. Es ist der offensichtliche Versuch, den Kurs der Aktie "herunterzusprechen". Allein im vergangenen Geschäftsjahr wurden 240 Millionen Optionen aus diversen Beteiligungsprogrammen für Mitarbeiter mit einem durchschnittlichen Bezugspreis von 31 Dollar je Aktie fällig. Bezogen auf den Börsenwert dieser Optionen ist ein Nettogewinn von 26,5 Milliarden Dollar zu realisieren. Der Verwässerungseffekt der Optionen drückte zuletzt den Quartalsgewinn je Aktie um etwa zehn Prozent - Schlimmeres konnte zum Teil nur durch den Rückkauf eigener Aktien verhindert werden. Um selbiges durch weitere in diesem Fiskaljahr fällige 35 Millionen Optionen auszuschließen, muß Microsoft zusätzliche Rückkäufe im Wert von etwa fünf Milliarden Dollar vornehmen. Dies entspricht in etwa der halben Cash-Position des Unternehmens. Empfehlung: Sollte der Kurs aufgrund des "negativen Marketings" vorübergehend einbrechen, kaufen - ansonsten Gewinne laufen lassen.

* Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüberhinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere kursschwankungen gekennzeichnet.