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16.01.1998 - 

Moderat im Ton, hart in der Sache

Microsoft will aggressives Image glätten

In dieser Woche mußte sich Microsoft gegen den Vorwurf wehren, es mißachte das Gericht, das in einer einstweiligen Verfügung die Trennung des Windows-Betriebssystems von dem Browser "Internet Explorer" verlangt hatte. Microsoft hatte behaupet, daß dies technisch nicht ohne gravierende Probleme zu machen sei. Dem Gericht gelang es dann allerdings binnen 90 Sekunden.

Den Vorsatz, einen moderateren Ton anzuschlagen, verkündete Microsoft im Vorfeld der gerichtlichen Anhörung am Dienstag (nach Redaktionsschluß). Zudem will Microsoft erreichen, daß der Rechtsprofessor Lawrence Lessig wegen Befangenheit nicht vom Gericht als Software-Experte zugelassen wird.

Selbst Steve Ballmer, Hardliner und zweiter Mann nach Bill Gates, räumte angesichts dieser Situation ein, daß man "etwas freundlicher sein" könne. Er setzte jedoch dazu: "Wir können nicht einfach geschäftliche Fehlentscheidungen treffen, damit man uns nicht als mächtig empfindet."

Noch vor wenigen Wochen hatte Ballmer Wettbewerbshüter und US-Justizministerium als in Softwarefragen inkompetent bezeichnet und trotz der Monopol-Vorwürfe darauf beharrt, sein Ziel sei nach wie vor "mehr, mehr, mehr Windows". Ballmers weniger aggressiver Ton hängt nach Angaben des Topmanagers jedoch weniger mit den Gerichtsverfahren zusammen als mit der Sorge um die Stimmung bei den Kunden. "Die Zahl derjenigen, die unsere Produkte und die Firma gut finden, ist klar, wenn auch nicht katastrophal zurückgegangen", verriet er dem "Wall Street Journal".