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17.04.1998 - 

Windows 98 kommt mit Intercast

Microsoft will mit Sony und Intel PC und TV vereinen

Mit Sony ist Microsoft einen Cross-Licensing-Vertrag über zentrale Softwaretechnologien eingegangen.Die Japaner wollen das Betriebssystem Windows CE in künftigen Geräten verwenden, im Gegenzug werden die Entwickler in Redmond das "Home Networking Module" von Sony mit bestimmten Versionen ihres Kompakt-Windows einsetzen.

Beim Home Networking Module handelt es sich um eine Middleware, die verschiedene Standards für den privaten Netzzugang unterstützt.Der Kernpunkt der Kooperation beider Unternehmen soll auf der zunehmenden Verschmelzung von Computern und Consumer-Elektronik (AV = Audio/Video) liegen.

Deswegen wollen beide Hersteller speziell darauf achten, daß sich die beiden Welten, vor allem in bezug auf Standards für digi- tales Fernsehen, nicht weiter auseinanderbewegen.Unter anderem haben sie sich auf "1080 interlaced" (1080i) als bevorzugtes Format für die Produktion und Archivierung hochauflösender Fernsehtechnik (High Definition Television = HDTV) geeinigt.

Fernsehen und Einkaufen gleichzeitig am PC

Die bei Microsoft traditionell nicht eben schlechte Zusammenarbeit mit dem Chipgiganten Intel wurde um eine weitere Facette bereichert: Die von der Grove-Company entwickelte "Inter- cast"-Technik, bei der Seiten in Hypertext Markup Language (HTML) als ergänzende Informationen zum eigentlichen TV- Programm in der Abtastlücke des Fernsehsignals mitübertragen werden, wird in das neue Desktop-Betriebssystem Windows 98 eingebaut.

Sie ergänzt dort das "Web-TV for Windows", das Benutzern in Verbindung mit einer TV- Tuner-Karte den Empfang von Fernsehbildern auf ihrem PC ermöglicht. Große Hoffnungen setzen die beiden Hersteller vor allem auf die kommerzielle Nutzung von Intercast.Auch Fernsehsender und Werbetreibende wittern bereits Morgenluft, ermöglicht die Technik doch das eigentliche Programm ergänzende Shopping-Angebote und interaktive Dienste mit völlig neuen Perspektiven für den Kontakt zum Konsumenten.

Allerdings muß dafür noch eine Reihe technischer Fragen gelöst werden.Unter anderem konnten sich die PC- und TV-Hersteller bislang noch nicht grundsätzlich einigen, welches Videoformat ("Interlaced" oder "Progressive") am besten für die digitale Übermittlung geeignet ist.Die Einigung mit Sony auf das Interlaced-Format deutet hier auf einen Trendwechsel hin, nachdem vor rund einem Jahr ein Vorstoß der beiden Branchenriesen zusammen mit Compaq an der mangelnden Akzeptanz des damals favorisierten Progressive-Formats ("480 p") bei den Broadcastern gescheitert war.