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15.02.2005

Microsoft will Mobilfunk-Dollars

Kooperation mit Auftragsfertiger Flextronics solldie Marktposition stärken.

Noch vor zwei Jahren musste Microsoft auf dem 3GSM World Congress in Cannes herbe Kritik für seine ersten Gehversuche in Sachen Smartphones einstecken: Zu langsam, zu schwerfällig, zu viele Abstürze, hieß es seitens der Kritiker. Auf der diesjährigen Veranstaltung zählt Microsoft-Manager Pieter Knook über 40 Hersteller und 67 Netzbetreiber, die mobile Endgeräte mit Windows Mobile als Betriebssystem vermarkten. Knook selbst sieht Microsoft bereits als Nummer zwei hinter Symbian, dem führenden Lieferanten von Mobil-Betriebssystemen.

Um den Abstand weiter zu verkürzen, hat der Softwareriese nun ein Joint Venture mit Flextronics angekündigt, einem der weltweit größten Auftragsfertiger für elektronisches Equipment. Gemeinsam haben beide Unternehmen mit "Pea- body" eine Referenzplattform für ein GSM/GPRS-Handy mit Windows Mobile als Betriebssystem entwickelt. Flextronics wird diese Plattform anderen Herstellern offerieren, so dass diese in der Lage sind, schnell günstige, an die Produktpolitik des jeweiligen Netzbetreibers angepasste Mobiltelefone auf den Markt zu bringen.

Die Stars unter den mobilen Endgeräten mit Windows-Betriebssystem waren in Cannes jedoch der von T-Mobile angekündigte "MDA IV" sowie der "Mobile Messenger" von Hewlett-Packard, der erstmals offiziell vorgestellt wurde. Auffallend an Knooks Präsentation war, dass der Manager nicht mehr zwischen Smartphones und Pocket-PC-Phones unterschied, sondern nur noch von "Converged Devices" sprach. Branchenkenner werten dies als ein Indiz dafür, dass Microsoft wohl mit Windows Mobile 2005 die bisherige Trennung zwischen Pocket-PCs und Smartphones aufgeben wird. Knook nahm zu diesen Vermutungen keine Stellung und blockte auch Fragen nach den Mobility-Features der nächsten Exchange-Server-Generation ab.

"Alle Welt fragt uns, wie wir die mobile E-Mail-Anbindung in der nächsten Exchange-Version verbessern, dabei lieben Carrier unseren Ansatz, einem Device mit einer Shadow-SMS mitzuteilen, dass neue Post wartet", kommentierte Knook die Fragen mit einem Seitenhieb auf den Konkurrenten RIM und das Push-Verfahren beim Blackberry.

Nokia ins Boot geholt

Als Beleg dafür, wie populär diese Methode sei, führte Knook ein weiteres Argument ins Feld: Nokia nahm in Cannes die Exchange-Server-Protokolle in Lizenz, um so beispielsweise den Besitzern eines "Communicator" den direkten E-Mail-Abruf von einem Exchange-Server zu ermöglichen.

Die mobile E-Mail-Anbindung ist allerdings nur eine Applikation, mit der Microsoft in Sachen Mobility punkten will. Mit dem "Connected Services Framework" schneiderte der Konzern gleich eine Plattform, die den Netzbetreibern die Einführung neuer Dienste und ihre Abrechnung erleichtern soll. Das Framework ist eine Server-basierende Lösung, die sich aus dem Biztalk Server, dem SQL Server, dem Windows Server und Visual Studio .NET zusammensetzt. Neben Drittapplikationen könnten die Netzbetreiber darauf dann Applikationen wie Hosted Exchange 2003, die Microsoft-TV-Plattform, Office Live Communications, MSN-Messenger-Dienste oder Location based Services (LBS) auf Basis von Mappoint aufsetzen.

British Telecom, Bell Canada und Celcom Malaysia wollen das Connected Services Framework laut Microsoft einführen. (hi)