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01.08.1997 - 

Neues Lizenzmodell geplant

Microsoft will Software im Abonnement verkaufen

Im Rahmen eines solchen Abos würden Anwender unternehmensweit gültige, auf mehrere Jahre terminierte Verträge unterzeichnen, die die Nutzung von Windows inklusive Updates, Patches und Dienstleistungen umfassen.

Im Gespräch sind darüber hinaus dieselben Regelungen auch für Anwendungssoftware und Netzwerksupport. Microsofts Vice-President Steve Ballmer wirbt vor allem mit der Benutzerfreundlichkeit des geplanten Modells: Versionskontrollen seien dann ebenso unnötig wie das Abzählen der vorhandenen Arbeitsplatzrechner. Ein weiterer, wenn auch zweifelhafter Vorteil soll für Firmen darin bestehen, daß Endanwender neue Microsoft-Produkte selbständig einspielen dürfen, ohne daß es dadurch zu Lizenzverletzungen kommt.

Das Abo-Modell wird voraussichtlich erstmals bei Windows 98 und NT 5.0 angeboten werden. Unklar ist nur, ob es schon bei der Freigabe dieser Betriebssystem-Updates in Kraft tritt. Bill Gates kündigte an, daß Abonnenten mit vierteljährlichen Service-Packs und alle zwei Jahre mit Updates ausgestattet werden.

Beobachter gehen davon aus, daß Microsoft mit dieser Lizenzpolitik vor allem in heterogenen Umgebungen Flurbereinigung im eigenen Interesse betreiben könnte. Die Mechanismen gleichen dabei jenen, mit denen die Gates-Company Hardwarehersteller bis zum Consent Decree im Juli 1994 auf Windows festlegte: die obligate Lizenzgebühr pro verkauften PC, egal ob mit Windows oder einem anderen System. Langfristige Abo-Kontrakte für Client-Software sollen wohl auch der Herausforderung durch Network Computer begegnen.