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24.03.1989 - 

3Com löst DOS-Speicherproblem beim LAN Manager:

Microsoft will starre Netzstrukturen knacken

BOSTON (IDG) - Microsoft schmiedet neben kurzfristigen auch große mittelfristige Pläne mit dem LAN Manager. Bis in drei Jahren will das Unternehmen einen Standard für die Kommunikation zwischen PCs und Servern entwickeln. Das Besondere daran: Er soll auch die Connectivity zu Mainframes im Netz regeln und bislang typische Host-Daten auf die LAN-Server verlagern. Nach und nach sind in den vergangenen Wochen Bruchstücke der zukünftigen Strategie von Microsoft in Sachen LAN Manager bekannt geworden. Demnach wird sich der Software-Spezialist nicht auf den im vergangenen Jahr geernteten Lorbeeren ausruhen, sondern die Verbesserung des Netz-Betriebssystems ins Visier nehmen. So war von Alan Kessler, Marketing Director bei 3Com, zu hören, daß Microsoft Mitte des Jahres eine überarbeitete Version, den Lan Manager 1.1, auf den Markt bringen wird .

Das Speicherproblem scheint gelöst zu sein

Eine Lösung für die DOS-Speicher-probleme im LAN Manager scheint 3Com unterdessen gefunden zu haben. In Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt das Unternehmen einen Treiber für den Netzadapter, der Kessler zufolge Speicherplatz einsparen wird. Der von DOS im RAM belegte Platz soll von 100 Kilobyte auf 30 Kilobyte schrumpfen.

Das Upgrade wird voraussichtlich ab April kostenlos oder gegen einen geringen Aufpreis an die Anwender ausgeliefert.

Dreigleisig fährt Microsoft bei den Transport-Protokollen des LAN Manager. Als Brücke zwischen den Applikationen und der Netz-Hardware v Microsoft für die Anwender die Protokolle OSI TP4, Netbios und TCP/IP bereitzustellen. In den Anwendungen bereits realisiert ist TCP/IP, das von Excel an die OEMs durch das LAN Manager Entwicklungs-Kit geliefert wird. Die Applikationen laufen unter DOS und OS/2 und sind zu Netbios kompatibel.

PC-User sollen auch auf Mainframes zugreifen können

OSI TP4 wird laut Kessler im LAN Manager von 3Com und der Retix Corporation realisiert werden. Ein Liefertermin steht noch nicht fest.

Soweit die kurzfristigen Pläne zum LAN Manager. Langfristig hat Microsoft, wie auf der Networld 89 in Boston ans Licht kam, "revolutionäre" Netzwerk-Pläne mit seiner Netz-Software. Ein eigens für den LAN Manager entwickelter "Standard" soll nämlich die eingesessenen Netzstrukturen in Unternehmen aufbrechen. Für Rob Glaser, Marketing Director bei Microsoft, bestehen die hinlänglich aus PC-Inseln auf der Basis von LANs und Datenbanken mit begrenztem File- und Druck-Sharing, während der Hauptteil spezifischer Unternehmensdaten in der Host-Welt verbleibt.

Glaser und Microsoft vertreten die Auffassung, daß PC-User auch auf die in Mainframes gespeicherten Daten Zugriff haben sollten. Der Marketing Director kündigte deshalb bis in drei Jahren die Verlagerung der für den Unternehmensablauf wichtigen Daten auf LAN-Server und den Zugriff auf Hosts über Gateway-Server an. Dabei sollen alle Daten über PC-gestützte Tools gesteuert werden. Grundlage dieses Netzwerk-Verfahrens soll eine standardisierte Verbindung von PCs zu Servern sein, die gleichzeitig die Host-Connectivity gewährleistet.

Im Zusammenhang mit der neuen "Netzwerk-Hierarchie" sieht Glaser deutliche Verbesserungen im Connectivity-Bereich von OS/2 und dem LAN Manager voraus. So sollen unter anderem die Treiber knapper kodiert und die Leistung von OS/2 sowie des LAN Manager besser auf den Intel Coprozessor 80386, I/O Subsysteme, Workstations und Server sowie die Fehler-Tolerance abgestimmt werden. Außerdem strebt Microsoft verteilte File-Directory-Services an, um den Anwender unabhängiger zu machen, die Verwaltung des Netzes zu erleichtern und Netz-Dienste, wie Electronic Mail besser unterstützen zu können.