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25.02.2000 - 

CEO Ballmer nennt erste Details

Microsoft will Visual Basic ins Web-Zeitalter führen

MÜNCHEN (CW) - Mit der nächsten Version der Werkzeug- und Sprachensammlung "Visual Studio 7" will Microsoft die große Benutzergemeinde für die verteilte Anwendungsentwicklung gewinnen.

Mit dem Projekt "Next Generation Windows Services" (NGWS) hatte Microsoft kürzlich verkündet, die Anwendungsentwicklung für die Windows-Plattform technisch enger mit dem Internet zu verbinden. Dabei kommt dem für Anfang 2001 geplanten Release 7 von Visual Studio eine zentrale Rolle zu. Dies machte Steve Ballmer, Microsofts frischgebackener Chief Executive Officer (CEO), auf der Entwicklerkonferenz Visual Basic Insiders Technical Summit in San Franzisko deutlich.

Für ihn ist die Entwicklungsumgebung das nächste Highlight in der Produktstrategie nach Windows 2000. Ziel ist es, insbesondere einer Abwanderung aus der derzeit rund 3,2 Millionen Entwickler zählenden VB-Gemeinde in Richtung Java vorzubauen und zu beweisen, dass die Desktop-Entwicklung - sprich der Einsatz von Windows-PCs - auch in Zeiten des Internet ihre Bedeutung behält. VB-Benutzer sollen daher künftig stärker für Technologien zur verteilten Anwendungsentwicklung gewonnen werden, die Microsoft unter dem Sammelbegriff Distributed Internet Applications Architecture (DNA) vereint.

Bisher, so Ballmer, bietet Visual Studio keine durchgängige Unterstützung für die objektorientierte Programmierung, nun seien Konzepte wie beispielsweise Vererbung vorgesehen. Mit von der Partie ist zudem die Metasprache Extensible Markup Language (XML). Diese soll insbesondere in Form des von Microsoft im Herbst vorgestellten Simple Object Access Protocol (Soap) zum Einsatz kommen (siehe CW 42/99, Seite 14). Soap ermöglicht die Kommunikation (Remote Procedure Calls) über das Hypertext Transfer Protocol (HTTP) zwischen den hauseigenen COM- beziehungsweise künftig COM+-Komponenten und solchen, die auf den Corba- oder EJB-Spezifikationen basieren.

Ziel Microsofts ist es, mit Hilfe des Protokolls die Barrieren zwischen den konkurrierenden Komponentenmodellen niederzureißen. Wie es in San Franzisko hieß, soll es auch VB-Entwicklern künftig möglich sein, mit Hilfe von HTTP, XML und Soap Web-Dienste zu spezifizieren, mit denen sich Anwendungen, Services und Internet-fähige Geräte über das Web ansprechen lassen.

Ferner seien VB-Steuerelemente (Controls) vorgesehen, die sich hosten und von anderen Anwendungen verwenden lassen. Eine weitere Neuheit stellte der Hersteller zudem mit der Technik "Active Server Pages+ Webforms" (ASP+) vor. Diese soll die bisherige Erstellung von Windows-Fenstern (VB-Forms) mit Hilfe der Hypertext Markup Language (HTML) in Richtung Web ausdehnen. Der Benutzer, so Microsoft, kann dabei wie bisher seine Anwendungen entwickeln, nun aber die Produkte auf jedem Browser und jeder beliebigen Plattform laufen lassen. Weitere Details zu ASP+ und den technischen Neuerungen in Visual Studio wird Microsoft im Laufe des Jahres veröffentlichen.