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Bill Gates gibt seine ablehnende Haltung auf

Microsoft wird aktives Mitglied bei der Open Software Foundation

24.08.1990

MÜNCHEN (CW) - In aller Stille ist der MS-DOS-Monopolist und OS/2-Propagandist Microsoft der Unix-Organisation Open Software Foundation (OSF) beigetreten, die Standards für offene Systeme einzuführen versucht.

Der Grund für den Gesinnungswandel: Die OSF hat einen Teil des LAN-Managers von Microsoft für sein "Distributed Computing Environment" (DCE) ausgewählt. Dafür wäre ein formaler Beitrit zu OSF allerdings nicht nötig gewesen. Deshalb gehen Mitarbeiter der Unix-Organisation davon aus, daß Microsoft weitergehende Ambitionen verfolgt.

Craig Lamont, Business Aerea Manager für Benutzer-Schnittstellen bei der OSF in Cambridge/Massachusetts, behauptete gegenüber dem amerikanischen IDG-Branchenblatt "Infoworld", IBM, Microsoft und OSF hätten inzwischen eine informelle Arbeitsgruppe gebildet, um die Schnittstellen-Produkte Presentation Manager, Windows und OSF/Motif einander anzunähern. Ziel sei ein einheitliches "Verhalten".

Microsofts Unix-Marketier Bob Kruger bestritt allerdings die Existenz einer solchen Arbeitsgruppe, worauf Lamont einräumte, seine Behauptung könne auf einem Mißverständnis beruhen. Er beharrte jedoch darauf, daß Entwickler für IBMs Common User Acces - einer SAA-Schnittstellen-Definition, der auch der Presentation Manager entspricht - Kontakte mit der OSF und Microsoft pflegten und an der Entwicklung von Motif beteiligt seien.