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31.01.1997 - 

Java Virtual Machine für 16-Bit-Windows

Microsoft wird Klassenelemente auch in Java-Code anbieten

Mehr taktischer Natur ist die seit kurzem im Betatest stehende 16-Bit-JVM, mit der die offensichtlich doch noch große Windows-3.1-Gemeinde für den Einsatz des "Internet Explorers" gewonnen werden soll. "JVM for Windows 3.1" gewährleiste Java-Applets die auf dieser Plattform bestmögliche Performance, so der Branchenriese, der gleichzeitig keinen Hehl daraus macht, daß er die 60 Millionen 3.1-Desktops lieber im leistungsstärkeren 32-Bit-Lager von Windows 95 sehen würde.

Strategischer Art ist dagegen Microsofts Ankündigung von AFCs für Java. Die Klassenbibliotheken bieten Entwicklern eine Reihe von Grafik- und Bedienelementen sowie Multimedia-Funktionen, die sich plattformübergreifend auf jeder Java Virtual Machine einsetzen lassen.

Die Kompatibilität der Microsoft-Klassen zu Suns konkurrierendem Programmodell im Abstract Windowing Toolkit (AWT) soll gewährleistet sein, was laut Forrester Research bedeutet, daß Anwender künftig AWT und AFC gemeinsam verwenden können. Eine Annäherung an die seit Dezember ausgelieferten Internet Foundation Classes (IFC) des Rivalen Netscape findet indes nicht statt.

Sun gibt sich gelassen bezüglich der Microsoft-Pläne, obwohl der Java-Erfinder gerade selbst sein AWT mit verbesserten Grafik-Features in den Betatest geschickt hat. Falls gewünscht, werde man den MS-Code dem Prüfverfahren "100 % Pure Java" unterziehen, eine Zertifizierung, die von über hundert Herstellern im Rahmen einer Java-Initiative unterstützt wird. Mit dem Siegel ausgezeichnete Produkte sollen sich auf allen Plattformen einsetzen lassen.

Allerdings stehen die Testspezifikationen noch nicht endgültig fest. Darauf beruft sich auch der zuständige Microsoft-Manager Charles Fitzgerald: "Sobald die Prüfmethoden offenliegen, werden wir einen Blick darauf werfen", kontert er. Bis dahin könne man die 100-Prozent-Kompatibilität der AFCs nicht versprechen. Bezüglich des Zeitrahmens besteht kein großer Spielraum mehr, da die Java-Klassenbibliotheken mit der Betaversion von Internet Explorer 4.0 gegen Ende des ersten Quartals ausgeliefert werden sollen.