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18.11.1994

Microsofts Betriebssystem-Politik sorgt fuer Unruhe Windows-Euphorie ade: Kunden erwaegen den Umstieg auf OS/2

MUENCHEN (IDG) - Windows 95, ein Oneway-Ticket ohne Kostenerstattung? US-Anwender der Betaversion lassen keinerlei Zweifel daran aufkommen, was sie derzeit von Microsofts Betriebssystem-Sproessling halten. Kompatibilitaetsprobleme mit bestehenden Applikationen und die offizielle Devise Microsofts, Windows 3.1 und Windows for Workgroups bald nicht mehr anzubieten, veranlassen US-Anwender dazu, mit OS/2 zu liebaeugeln.

Die Anwender sehen sich in ein Microsoft-Korsett gezwaengt. Nicht der betraechtliche finanzielle Aufwand - das Marktforschungsinstitut Gartner Group berechnete zwischen 206 und 705 Dollar pro Arbeitsplatz fuer den Umstieg von Windows 3.1 auf Windows 95 - bereitet zahlreichen DV-Fachleuten in den USA Bauchschmerzen. Vielmehr sorgen sie sich, ob sich ihre Applikationen auch unter Windows 95 einsetzen lassen.

"Wir koennen es uns nicht leisten, Fehlfunktionen unserer kritischen Desktop-Applikationen nur wegen eines Upgrades zu riskieren", begruendet der Systemberater eines Versicherungsunternehmens im mittleren Westen der USA den Entschluss, nicht auf Windows 95 umzusteigen.

Die Befuerchtungen der Kundschaft sind keineswegs aus der Luft gegriffen. In den USA haeufen sich die Meldungen, wonach die aktuelle Betaversion des kuenftigen Betriebssystems nicht gaenzlich kompatibel zu bestehenden Windows-Programmen sein soll. Auch Microsofts Produkt-Manager Brent Ethington raeumt ein, in dem genannten Punkt noch mit Schwierigkeiten zu kaempfen.

Die Fehlfunktionen koennten sich um so gravierender auswirken, als die Company aus Redmond Windows 95 offiziell als Nachfolger von Windows 3.1 und Windows for Workgroups positioniert. Die bisherigen Versionen werden nach Angaben von Thomas Baumgaertner, Pressereferent der deutschen Microsoft-Niederlassung, Unterschleissheim, ab der Verfuegbarkeit des neuen Betriebssystems offiziell nicht mehr angeboten.

Um nicht urploetzlich mit einem Mangel an Windows-3.1- und Windows- for-Workgroups-Betriebssystemen konfrontiert zu werden, beginnen manche Anwender, derzeitige Windows-Versionen zu hamstern.

Selbst mit dem Gedanken, OS/2 als Alternative einzusetzen, haben sich erste User bereits angefreundet: "Fuer den Fall, dass Microsoft uns keine Wahl laesst, weiss ich: IBM wird es", beschreibt beispielsweise Bob Holmes, Technical Consultant bei der Southern California Gas, Los Angeles, die Alternative zum Redmonder Anbieter.