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27.09.1996 - 

Schützenhilfe für Active X

Microsofts DCOM gibt es bald auch für Windows 95

DCOM ist eine Erweiterung des Object-Linking-and-Embedding-(OLE-)Nachfolgers Component Object Model (COM) für den Einsatz in verteilten Umgebungen. Es ermöglicht die Kommunikation von Active-X-Komponenten über ein Netzwerk. DCOM ist laut Microsoft von der verwendeten Programmiersprache unabhängig. Jede Sprache, die in der Lage sei, Active-X-Komponenten zu erzeugen - beispielsweise die Internet-Programmiersprache Java von Sunsoft -, lasse sich auch zur Programmierung von DCOM-Applikationen nutzen.

Künftig soll DCOM auch auf anderen Plattformen als den Betriebssystemen aus Redmond laufen. Microsoft hat die Software AG und die Digital Equipment Corp. für Portierungen auf Unix und andere Umgebungen gewonnen. Grundsätzlich will die Gates-Company Active X als ein Standard etablieren und zu diesem Zweck Teile davon an ein unabhängiges Gremium übergeben (siehe auch Seite 30).

Die Entwickler-Beta für Windows 95 kann von Microsofts Web-Server unter der Adresse http://www.microsoft.com/oledev/olemkt/oledcom/dcom95.htm heruntergeladen werden. Für die Entwicklung wird entweder das mit NT 4.0 veröffentlichte "Win32 Software Development Kit" oder ein Update auf "Visual C++", Version 4.2a, benötigt.

Die Installation des selbstentpackenden Archivs unter Windows 95 verläuft automatisch, alle ersetzten Dateien werden gesichert. DCOM 95 läßt sich bei Problemen jederzeit über die Systemsteuerung wieder deinstallieren. Gegenüber der in NT 4.0 enthaltenen Version weist die Windows-95-Beta einige Einschränkungen auf. Wenn ein Rechner als Server dienen oder Aufrufe als Client erhalten soll, müssen in den Netzwerkeinstellungen die Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke installiert und der Zugriff auf Benutzerebene freigegeben werden. Zudem stehen derzeit verschiedene Sicherheitsmechanismen von Windows NT, etwa Access Control Lists (ACLs) und die "Access-Check"-Funktion, unter Windows 95 noch nicht zur Verfügung. Gleiches gilt für die Vergabe von Zugriffsrechten auf Server und Klassen. Als Netzwerkprotokoll wird zunächst lediglich TCP unterstützt. Bis zur Veröffentlichung der endgültigen Version Ende 1996 will Microsoft Programmierern und Entwicklern aber einen ähnlichen Funktionsumfang wie unter Windows NT 4.0 bereitstellen.