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05.04.2002 - 

Freigabe der Beta 2 von J#

Microsofts Java-Migration nimmt Gestalt an

MÜNCHEN (CW) - Microsoft veröffentlichte im Rahmen seiner Jump-Initiative die Betaversion 2 seines Java-Tools "J# .NET". Es handelt sich dabei um ein Plugin für "Visual Studio" und richtet sich primär an Nutzer des hauseigenen Visual J++. Der Konverter von Java nach C# bleibt bisher hinter den Erwartungen zurück.

Microsoft verfolgt im Rahmen seiner "Java User Migration Path to Microsoft .NET" (Jump) zwei Ansätze, um Java-Entwickler auf die hauseigene .NET-Plattform zu locken. Zum einen soll der Quellcode bestehender Java-Anwendungen nach C# konvertiert werden, so dass die weitere Programmierung dann in der Microsoft-Sprache erfolgen kann. Zu diesem Zweck bietet die Gates-Company den "Microsoft Java Language Conversion Assistant" (JLCA)-(http://msdn.microsoft.com/downloads/sample.asp?url=/MSDN-FILES/027/001/867/msdncompositedoc.xml) an, der mittlerweile als Beta 1 vorliegt. Allerdings unterstützt das Übersetzungswerkzeug nur das veraltete JDK 1.1.4, auf dem noch "Visual J++ 6.0" basierte. Aber selbst davon kann die vorliegende Betaausgabe nur 20 Prozent der Java-Klassen nach C# übernehmen, bei grafischen Frontends auf Basis des "Abstract Windows Toolkit" (AWT) sieht es noch schlechter aus. Der Windows-Hersteller plant offenbar nicht, neuere JDK-Ausführungen wie die aktuelle 1.4 zu unterstützen. Immerhin sollen sich in der Zukunft Java Server Pages (JSPs) konvertieren lassen.

Das zweite Angebot sieht vor, dass Entwickler die Sprache Java nutzen, um .NET-Anwendungen zu schreiben. Dafür stellt Microsoft J# (http://msdn.microsoft.com/visualj/jsharp/beta.asp) bereit, das als Plugin für Visual Studio .NET vorliegt. Die jetzt freigegebene Beta 2 richtet sich wie der JLCA in erste Linie an bestehende J++-Kunden. So überträgt ein neuer Wizard Projektdateien aus dem J++-Format in jenes von Visual Studio. Auch J# beschränkt sich auf die Unterstützung des JDK 1.1.4 und kann daher nur alte Java-Projekte importieren. Bei der Neuentwicklung mit Microsofts Java kommen allerdings nicht mehr die Java-eigenen APIs zum Einsatz, sondern die der Common Language Infrastructure. Damit bietet die Gates-Company Programmierern die Möglichkeit, Code für .NET in Java-Syntax zu schreiben. Ihre Kenntnisse der umfangreichen Java-Schnittstellen sind ihnen dann aber nicht mehr von Nutzen. Erwartungsgemäß produziert der J#-Compiler nur Microsoft Intermediate Language (MIL) und keinen Java-Bytecode, so dass J#-Programme nicht in einer Java Virtual Machine ablaufen können.

Microsoft will die endgültige Version von J# Mitte des Jahres separat von Visual Studio auf den Markt bringen, für die Fertigstellung des JLCA nannte der Hersteller bis dato noch keinen Termin. (ws)