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13.05.2005

Microsofts Maestro soll Daten dirigieren

Der Hersteller verstärkt seine Anstrengungen in Sachen Business Intelligence (BI).

Microsoft baut mit dem zurzeit im Betastadium vorliegenden Business-Performance-Mana- gement-(BPM-)Tool "Maestro" weiter an seiner Business-Intelligence-(BI-)Strategie. Anwender sollen unter dem bewährten "Office"-Frontend Verkaufs-, Finanz- und andere Geschäftsdaten sammeln und analysieren können. Im Backend basiert die Software auf der Datenbank "SQL Server" und dem "Sharepoint"-Portal-Server. Wann und zu welchem Preis das Produkt auf den Markt kommen soll, vermögen die Microsoft-Verantwortlichen bislang nicht zu sagen.

Mit Hilfe von Maestro hätten mehr Mitarbeiter Zugriff auf geschäftsrelevante Daten und könnten damit schneller auf Veränderungen reagieren, heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Softwarekonzerns. Zudem hätten viele Unternehmen Schwierigkeiten, ihre Mitarbeiter in der Breite mit allen notwendigen Geschäftsinformationen zu versorgen. Wenn Entscheidungen nicht nur auf einen exklusiven Management-Zirkel beschränkt seien, könnten die Firmen effizienter und schneller im Markt agieren. Maestro schließe die Lücke zwischen den Datenquellen im Backend und den Office-Anwendern in den Büros, wirbt Lewis Levin, Vice President für die Office Business Applications von Microsoft, für die neue Software.

Laut einer Untersuchung des Marktforschungsinstituts Gartner haben die Anbieter von Performance-Management-Tools im Jahr 2003 weltweit rund 520 Millionen Dollar umgesetzt. Bis 2009 rechnen die Analysten mit einem Anwachsen des Marktvolumens auf etwa 900 Millionen Dollar. Das entspricht einem durchschnittlichen Jahreswachstum von knapp zehn Prozent.

Dan Vesset, Analyst von International Data Corp. (IDC), hält Microsofts Ambitionen für durchaus aussichtsreich. Maestro markiere den Eintritt in den Markt für BI-Frontend-Komponenten. Viele Unternehmen würden nach wie vor Excel einsetzen, um Geschäftsdaten aufzubereiten. Da die Funktionspalette der Tabellenkalkulation in Sachen Analyse jedoch eingeschränkt sei, könne Microsoft mit Maestro durchaus offene Türen einrennen.

Microsoft bietet mit seiner Olap-Engine "Analysis Services", die der Konzern zusammen mit seiner Datenbank ausliefert, bereits BI-Werkzeuge an. Ob es dem Softwarekonzern gelingt, mit der Kombination von Analysis Services und Maestro eine Bresche in die Phalanx der BI-Spezialisten zu schlagen, bleibt jedoch abzuwarten. (ba)