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12.09.1997 - 

Software AG statt Active X Group

Microsofts Middleware auf Fremdsystemen

Die jetzt von der Software AG beziehbare Technik ermöglicht erstmals die Kommunikation von Programm-Modulen mit Hilfe der Microsoft-Middleware über hetero- gene Systeme hinweg. Die DCOM-Version für das Solaris-Unix von Sun Microsystems ist ab sofort kostenlos unter http://www.softwareag.com abrufbar. Eine 64-Bit-Version für Digital Unix soll in vier Wochen folgen. Auch die Unterstützung von IBM-Großrechnern ist für Ende dieses Jahres geplant.

Eigentlich hatte Microsoft die Aufgabe der DCOM-Portierung auf heterogene Plattformen der Active-X-Gruppe übertragen. Diese von Microsoft vor rund einem Jahr unter dem Dach des Standard-Gremiums The Open Group geschaffene Arbeitsgruppe kann jedoch bislang mit keinen Ergebnissen aufwarten. Im Gegenteil: Nach bislang unbestätigten Informationen des britischen Branchendienstes "Unigram-X" soll die IBM-Tochter Lotus Development wegen Streitigkeiten mit der Gates-Company über Urheberrechte ausgestiegen sein. Cornelius Willis, der bei Microsoft für die Active X Group zuständige Manager bleibt jedoch dabei: "Unser Ziel ist nach wie vor, DCOM auf allen kommerziell interessanten Plattformen verfügbar zu machen." Eine Standardisierung etwa als allgemein zugängliche ISO-Norm sei bislang nicht beabsichtigt gewesen.

Die mit viel Marketing-Rummel eingerichtete Active X Group dient daher weniger der Eroberung fremder Plattformen als vielmehr der Absicht der Software AG - aber auch von Microsoft -, das Produkt der Darmstädter für Unix-Systeme kostenlos abzugeben. Die Mainframe-Variante des als "Entire-X/DCOM" angebotenen Produkts soll jedoch kostenpflichtig sein.

Ein Geschäft erhofft sich die Software AG daher erst durch Nachfolgeprodukte wie Datenbanken und Entwicklungs-Tools, die für ein heterogen einsetzbares DCOM optimiert sind. So ist Entire-X/DCOM aus Sicht der Software AG der Einstieg in eine neue Middleware-Produktreihe mit der Bezeichnung "Entire-X". Nicht unterstützt werden vorerst die Unix-Varianten von IBM und Hewlett-Packard. In letzterem Fall gibt es technische Gründe, mit der Portierung auf die nächste Version von HP-UX zu warten.