Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.


19.11.1999

Microsofts Online-Büro

Scott McNealy, Chef von Sun Microsystems und einer der ärgsten Widersacher der Gates-Company, scheint mit seiner Aussage "Das Netz ist der Computer" recht zu haben. Bestätigt wird er indirekt durch die Microsoft-Ankündigung, künftig Büroapplikationen über das Internet anzubieten. Das System mit dem Arbeitstitel "Office Online" soll voraussichtlich im nächsten Jahr starten und die Anwender von der Pflicht entbinden, ihre "Word"-, "Excel"- und "Access"-Programme zu verwalten.

Statt dessen liegen die Applikationen auf Servern von Microsoft-Partnern. Zu ihnen zählen Unternehmen wie British Telecom, Equant, Micron und Qwest. Diese halten die Software auf dem neuesten Stand und bieten Mehrwert-Dienste wie Collaboration oder Messaging an. Als Plattform dienen die Betriebssysteme Windows NT/2000 sowie der Windows Terminal Server.

Mit Office Online reagiert Microsoft auf die Ankündigung von Sun, das jüngst zusammen mit der Hamburger Star Division erworbene Büropaket "Star Office" über das Web zur Verfügung zu stellen. Anwender können dann per Browser auf die Applikationen zugreifen, und der teure Administrationsaufwand im Unternehmen fällt nicht mehr in der gegenwärtigen Höhe an. Statt dessen zahlt die Firma eine monatliche Miete an den Application-Service-Provider (ASP).

Genaue Preisvorstellungen hat Microsoft noch nicht bekanntgegeben. Beobachtern zufolge sollen die Kosten rund 15 Dollar im Monat betragen, wobei einige Spielräume möglich sind: Wer nur die Textverarbeitung will, zahlt weniger als ein Nutzer von Excel oder Outlook. Daß die Gates-Company ihr Vertriebsmodell im nächsten Jahr komplett auf die ASP-Schiene setzt, ist aber ausgeschlossen. Schließlich erwirtschaftet das Unternehmen rund 40 Prozent seiner Umsätze mit Office-Programmen. Allerdings ist fraglich, ob Microsoft den vermuteten Preis halten kann, denn neben Sun will auch Corel im nächsten Jahr die eigene "Wordperfect"-Suite wesentlich günstiger ins Netz stellen.