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22.04.2009

Microsofts UC-System soll TK-Anlagen den Garaus machen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der "Office Communications Server" (OCS) soll sich ab 2010 noch besser als PBX-Ersatz eignen.

Mit dem seit Februar verfügbaren Release 2 seiner Unified-Communications-Suite "Office Communications Server 2007" hatte Microsoft Unternehmen bereits die ersten Möglichkeiten gegeben, sich von ihrer alten TK-Anlage zu lösen. So bietet OCS 2007 R2 neben Instant Messaging, Präsenzanzeige, Conferencing- und VoIP-Features erstmals auch SIP-Trunking, also die Möglichkeit, ohne ein zusätzliches Gateway über einen SIP-Provider ins Festnetz zu telefonieren. Damit machte Microsoft allerdings nur einen Anfang. In den kommenden Versionen des Servers (Wave 14 und 15) will der Softwareriese noch eine Reihe weiterer Features anbieten, die den Unterhalt einer speziellen PBX nicht mehr notwendig machen sollen. Dies geht zumindest aus einem Beitrag im Technet-Blog "The 3 US Amigos" (http://blogs.technet.com/ucedsg/) hervor.

Weitere Telefon-Features geplant

Dem Artikel zufolge plant Microsoft unter anderem die native Unterstützung einer Notruffunktion (E-911) und den Support von analogen Endgeräten. Auch die Funktion Branch Survivability ist vorgesehen, also die Möglichkeit, selbst beim Zusammenbruch der direkten Verbindung von einer Filiale mit der Zentrale zu kommunizieren. Für hohe Verfügbarkeit soll außerdem das Feature PSTN Failover sorgen, hier werden Anrufe automatisch an das öffentliche Telefonnetz weitergeleitet, falls es im IP-Netz zu Engpässen kommt.

Damit Unternehmen nur die Unified-Communications-Technik erwerben müssen, die sie tatsächlich nutzen, will der Softwareriese ab dem kommenden OCR-Release eine separate Voice Client Access License (Voice CAL) anbieten – zusätzlich zu den bestehenden Lizenzen Standard CAL (Instant Messaging und Präsenzanzeige) und Enterprise CAL. Die Voice CAL unterstützt Telefonie- und VoIP-Services, die künftig nicht mehr über die aktuelle Enterprise CAL abgedeckt werden – dafür ist jedoch eine Preissenkung um 23 Prozent vorgesehen, außerdem wird eine Konferenzfunktion hinzugefügt.

Für Dauerkunden ohne Aufpreis

Obwohl der Launch erst für das kommende Jahr angesetzt ist, rührt Microsoft in dem Blog-Beitrag bereits fleißig die Werbetrommel. Kunden, die bis Ende Juni dem Lizenzprogramm Software Assurance (SA) für Office Communications Server 2007 Enterprise CAL oder für die Microsoft Enterprise CAL Suite beitreten, bekommen die nächsten zwei Releases der neuen Voice CAL ohne zusätzliche Kosten.

Der Artikel wurde inzwischen – ohne Kommentar – aus dem Blog entfernt, kann aber auf verschiedenen Websites (http://waveformation.com) und im Google-Cache noch eingesehen werden. Denkbar ist etwa, dass Microsoft noch einmal an seiner Lizenzstrategie in diesem Bereich feilt. (mb)