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26.04.2006

Microstrategy setzt auf BI-Konsoliderung

Auf dem "Microstrategy Symposium" zeigte der Hersteller, wie seine Software neben herkömmlichen Datenquellen auch Konkurrenzprodukte einbinden kann.

Nach Darstellung von COO Sanju Bansal finden sich in vielen größeren Unternehmen eine ganze Reihe von Tools für Reporting und Analyse. Aufgrund der schlechten Benutzbarkeit und des hohen Administrationsaufwands, den solche heterogene Umgebungen nach sich ziehen, stünden sie zunehmend vor der Aufgabe, diese Systeme zu konsolidieren. Microstrategy sieht sich mit der Version 8 seiner gleichnamigen Software dazu in der Lage, weil sie neben den üblichen Datenquellen auch fremde Olap-Systeme einbinden kann.

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www.computerwoche.de/

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Pixel-Perfect für den Einstieg

Microstrategy will in den Unternehmen eine breitere Nutzerschicht für Business Intelligence gewinnen. Das dafür vorgestellte "Pixel-Perfect" erzeugt laut Hersteller auf einfache Weise Berichte und soll dem Produkt "Crystal Reports" des Konkurrenten Business Objects ähnlich sein, allerdings besser skalieren. Es kostet 150 Dollar pro User und liegt damit deutlich unter den Preisen der BI-Umgebung von Microstrategy 8. Dafür bietet es natürlich auch wesentlich weniger Funktionen. Pixel-Perfect ist kompatibel zum großen Produkt, so dass Anwender später migrieren können. Falls gewünscht, lässt sich Pixel-Perfect auch gemeinsam mit der BI-Plattform des Herstellers verwenden. (fn)

BI-Dienste auf einer Plattform

Grundlage für diese Fähigkeit sei die einheitliche Architektur ("Platform"), auf der alle Anwendungen der Version 8 beruhen. Sie erlaube die Ausführung aller BI-Dienste auf einer Installation. Mit der Ausrichtung auf leistungsstarke 64-Bit-Systeme könnten bis dato verstreute Lösungen auf wenigen Servern zusammengeführt werden. Neben der Skalierbarkeit der Software schaffe ein Adapter für den De-facto-Standard MDX/XMLA die Voraussetzung für die Integration von Olap-Datenbanken. Derzeit kann Microstrategy das "Business Warehouse" (BW) von SAP, die "Analytical Services" von Microsoft sowie Hyperions "Essbase" einbinden. Dabei könnten die Beschreibungen der Daten und ihrer Beziehungen ("Metadaten") direkt übernommen werden.

Im Fall von SAP stellt Microstrategy gleich mehrere Vorteile in Aussicht, die sich durch die Integration in die eigene Software ergeben. Zum einen ließen sich die Daten aus dem BW mit solchen aus anderen Quellen kombinieren. Der sich dem Rolap-Lager zurechnende Anbieter verweist zudem auf seine Caching-Funktionen, mit denen sich die langen und häufig beklagten Antwortzeiten des SAP-Systems verkürzen ließen. Außerdem ersetze er das notorisch benutzerunfreundliche Frontend der Waldorfer durch ein modernes und für alle Datenquellen einheitliches Web-Interface. Auch gegenüber Microsoft, das nach dem Zukauf von Proclarity einen eigenen BI-Client besitzt, führt Microstrategy die Fähigkeit ins Feld, heterogene Datenquellen einbinden zu können.

Einige wesentliche Produktankündigungen beziehen sich auf die Fähigkeiten zur Konsolidierung heterogener Umgebungen. Dazu zählt die mit der Version 8.02 eingeführte Unterstützung für weitere 64-Bit-Systeme. Es handelt sich dabei um Red Hats Linux für x64 sowie HP-UX auf Intels Itanium 2. Außerdem könne die Software in dieser Ausführung nun sämtliche Metadaten von SAP BW auslesen. Das unter dem Codename "Orion" für Ende des Jahres angekündigte Release führt einen Shared Cache ein, bei dem mehrere Benutzer ein im Speicher residierendes Datenobjekt gemeinsam nutzen können. Das soll die Leistungsfähigkeit weiter steigern.

Ajax bereichert Web-Client

Weitere Neuerungen des bevorstehenden Updates betreffen Funktionen für den auf Ajax-Techniken beruhenden Web-Client. Er soll zukünftig auch die primäre Schaltstelle für Administratoren werden. Orion soll außerdem mit Internationalisierungsfunktionen das Erstellen von mehrsprachigen Reports erlauben. Für Entwickler und Anwendungsarchitekten präsentierte Microstategy darüber hinaus den neuen visuellen "Query Builder".

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten will Microstrategy in absehbarer Zeit keine eigenen Anwendungen für bestimmte Branchen entwickeln. Bansal erteilte auch dem Trend zu Erweiterungen eine Absage, die sich unter Verschmelzung mit dem Prozess-Management subsumieren lassen. Anwendungen wie Budgetplanung seien bei den ERP-Herstellern besser aufgehoben. Sein Unternehmen sehe sich auch weiterhin als Technologielieferant, der die Integration von BI-Funktionen mit Geschäftsabläufen oder die Entwicklung von vertikalen Lösungen seinen Partnern über-lasse. (ws)