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06.10.2006

Mietsoftware wird immer beliebter

Ihr Einsatz birgt allerdings Konfliktpotenzial zwischen IT- und Fachabteilung.

Aktuell beläuft sich der Marktanteil der Software-as-a-Service-Angebote (SaaS) auf rund fünf Prozent der weltweiten Umsätze mit Business-Software. Bis 2011 soll dieser Anteil nach Einschätzung der Analysten von Gartner auf bis zu 25 Prozent steigen. "SaaS ist vor wenigen Jahren mit Standardlösungen, die die grundlegenden Funktionsanforderungen der Anwender erfüllten, in den Markt gestartet", berichtet Gartner-Analyst Robert De Sisto. Mittlerweile habe sich das Bild jedoch gewandelt, denn die Anbieter von Mietsoftware haben den Funktionsumfang erweitert. Darüber hinaus gebe es heute für die Kunden mehr Möglichkeiten, die Mietsoftware an die eigenen spezifischen Anforderungen anzupassen.

Das Echo auf die SaaS-Angebote hängt stark von der jeweiligen Lösung ab, so De Sisto. Während im Bereich Kunden-Management bereits heute acht Prozent des Umsatzes mit On-Demand-Lösungen gemacht werde, hinke der ERP-Bereich mit Raten von weniger als vier Prozent weit hinterher. Bislang habe sich De Sisto zufolge der Einsatz von On-Demand-Applikationen meist auf einen eng begrenzten Ausschnitt in der Unternehmens-IT beschränkt, wie zum Beispiel die Steuerung des Vertriebs (Sales Force Automation, kurz SFA). Allerdings würden sich die On-Demand-Provider in Zukunft verstärkt als Komplettanbieter für Geschäftsprozesse profilieren.

In diesem Zusammenhang steige jedoch auch das Konfliktpotenzial im Unternehmen. Während bislang der Einsatz von On-Demand-Software meist von Fachbereichsleitern forciert wurde, sind künftig bei einem breiteren Einsatz auch die zentralen IT-Abteilungen einzubinden. Dabei müssten jedoch auch Vorbehalte der IT-Verantwortlichen ausgeräumt werden, der Einsatz von SaaS-Lösungen beschneide ihre Kompetenz. (ba)