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15.09.1995

Migration fuer SNA-Anwender zu Frame Relay Big Blue plant ATM-Services ueber sein weltweites Network

FRAMINGHAM (IDG) - IBM zeigt im ATM-Markt Flagge. Noch in diesem Jahr beabsichtigt Big Blue, ueber sein "Global Network" der Allgemeinheit ATM-Services anzubieten und damit in Konkurrenz zu den oeffentlichen Netzbetreibern zu treten.

Wie aus Kreisen der IBM-Zentrale in Armonk verlautete, bereitet der Konzern derzeit die ATM-Dienste vor. Zu den Features sollen unter anderem Frame-Relay-Access, Multiprotokoll-Routing, virtueller LAN-Support sowie Sprach- und Datenkommunikation zaehlen. Weltweit werden die Services ueber ein Backbone aus ATM- Switches vom Typ Nways 2220 aus der IBM-Fertigung aufgesetzt.

Obwohl noch keine weiteren Details des geplanten ATM- Dienstleistungsspektrums bekannt sind, gehen Analysten davon aus, dass IBM fuer SNA-Anwender auch einen Service bereitstellen wird, der erst die Migration auf Frame Relay und dann auf ATM gewaehrleistet. Als weitere Dienstleistungen sind Videokonferenzen, Videospeicherung, Multimedia-Anwendungen sowie ATM-Netz-Management denkbar. Anfang 1996 soll als netzfaehige Anwendung eine ATM- kompatible Lotus-Notes-Suite in das Portfolio aufgenommen werden.

Experten erwarten die ATM-Services schon Ende Oktober in den USA, Kanada, Lateinamerika und Europa. In dem an Angeboten noch schwachen ATM-Markt wird sich das IBM-Spektrum vor allem durch die Faehigkeit der Nway-Knoten abheben, sowohl Cell- als auch Packet- Switching realisieren zu koennen. Die IBM-Vermittlungstechnik unterstuetzt damit in der Laenge variable Datenpakete sowie einheitliche ATM-Pakete gleichzeitig. Durch dieses Merkmal kann sowohl SNA- als auch LAN-, Sprach- und Video-Verkehr ueber das Backbone geschleust werden.

IBM wagt sich mit dem ATM-Service in die Domaene der oeffentlichen Carrier vor, die ueber das Engagement Big Blues auf diesem Sektor wenig erfreut sein werden. In den USA treten zum Beispiel AT&T Network Systems sowie Alcatel Data Networks in diesem Marktszenario als Wettbewerber auf - Anbieter, an die IBM auch noch seine High-end-ATM-Switches Nways 2220 verkaufen moechte. Ausserdem haben Experten noch Zweifel, ob es Big Blue gelingt, den geplanten ATM-Service stabil auf der eigenen Netzinfrastruktur vorzuhalten.