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01.05.1998 - 

Auf die Konfiguration und Anwendung kommt es an

Migration zu Fast Ethernet ist kein absolutes Muß

Eine Testinstallation der amerikanischen CW-Schwesterpublikation "Network World" räumt mit dem Urteil auf, Fast Ethernet sei grundsätzlich schneller als Ethernet. Auf die Umstände kommt es an, so das Ergebnis von zwei Beispielanordnungen (siehe Grafik). Die Belastung beider Installationen durch elf Clients und einen Server, die gemeinsam einen permanenten Datenfluß durch das bidirektionale Versenden von 100-KB-Files erzeugen, zeigte bessere Leistung bei der 10-Mbit/s-Variante mit dedizierten Leitungen zum Arbeitsplatz. Dort treten keine Kollisionen auf, wogegen die Fast-Ethernet-Variante, in der sich die Clients einen Datenstrang teilen, mit der Überlagerung beim Sendevorgang zu kämpfen haben.

Bei der Konfiguration der ohnehin schon schnelleren Ethernet-Switching-Umgebung mit 10 Mbit/s läßt sich die Leistungsschraube noch hochdrehen. Wird der Server mit einer Vollduplex-Verbindung mit 100 Mbit/s zum Switch ausgestattet, zeigt die gesamte Umgebung zwanzig Prozent höhere Werte als mit einer Halb-Duplex-Anbindung. In einer Installation, in der das Netz mit permanenten Datentransfers schwer beansprucht wird, sind Halb-Duplex-Netzkarten im Server nicht zu empfehlen, so das Ergebnis der US-Tester.

In einer weiteren Versuchsanordnung hatte dagegen die Fast-Ethernet-Umgebung mit einem einzelnen Verbindungsstrang zu allen Clients die Nase vorn. Dieses zweite Experiment belastete das Netz, indem einige Rechner Dateien transferierten, andere dagegen SNMP-Befehle ausführten, Telnet-Sessions nutzten, E-Mails verschickten oder Web-Pages luden. Dieser Protokollmix forderte also zum Teil einen permanenten Datenstrom, beinhaltete aber auch Anwendungen mit kurzfristigen und hohen Bandbreitenanforderungen.

Zweimal mehr Bytes schleuste der Fast-Ethernet-Hub pro Minute durch die Installation als der Ethernet-Switch. Die besseren Leistungsdaten konnte das Fast-Ethernet-Gerät liefern, weil beim Protokollmix deutlich weniger Kollisionen auftreten. Clients, die hier das Netz mit File-Transfer belegen, reservieren die Bandbreite und wirken auf Rechner mit Mail- oder SNMP-Anforderungen wie eine temporäre Blockade. Erst wenn der Datentransfer beendet ist, können sie ihre Nachrichten absetzen. Datenüberlagerungen durch gleichzeitiges Senden treten daher seltener auf.