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06.02.1987 - 

IBM will Betriebssystem DPPX in die 9370-Welt überführen, aber:

Migrationshilfen lassen auf sich warten

06.02.1987

FRAMINGHAM (CWN) - Das für den Einsatz auf dem IBM-Rechner 8100 ausgelegte Betriebssystem DPPX soll künftig auch auf dem Abteilungsrechner 9370 im Native-Mode lauffähig sein. Die 8100-Kunden müssen allerdings wahrscheinlich mindestens zwei Jahre auf einen akzeptablen Migrationspfad warten.

Diese Aussichten sind nach Ansicht amerikanischer Branchenkenner keine gute Basis dafür, die Loyalität der 8100-User zu erhalten. Viele von ihnen erwägen offenbar ernsthaft die Migration auf andere Systeme: Das texanische Marktforschungsinstitut B. R. Blackmarr and Associates führte jetzt eine Studie durch, derzufolge 60 Prozent der 8100-User sich mit Migrationsabsichten tragen.

Big Blue will eigener Aussage zufolge DPPX/SP als voll funktionsfähiges Produkt für zentral verwaltete verteilte Netzwerke erhalten.

DPPX ermöglicht die Überwachung remote angeschlossener 8100-Lokalitäten von einer zentralen Stelle aus. Deshalb glauben viele Analysten, daß DPPX die zentrale Verwaltung in einem verteilten 9270-Netzwerk stärken könnte.

Wie ein IBM Sprecher erklärte, sei die Evaluierung der Umstellungsmöglichkeiten bereits erfolgreich abgeschlossen. Die weiteren Entwicklungsarbeiten würden jedoch noch wenigstens zwei Jahre beanspruchen. Ein offizielles Announcement des Marktführers liegt noch nicht vor.

Anläßlich eines Meetings der Guide User Group im Frühjahr 1986 gab ein IBM-Sprecher allerdings bekannt, der Marktführer plane keine weiteren Hardwareangebote im 8100-Bereich. Anstatt dessen solle die DPPX-Umgebung in den Bereich der /370-basierten Systeme verlagert werden.

Während also die Tage der 8100 insgesamt gezählt erscheinen, wird dennoch die 8150 nach IBM-Aussage auch weiterhin hergestellt. Die User könnten jedoch beim Hersteller noch eine Zeitlang außer neben der 8100-Hardware auch systemnahe Software und entsprechende Anwendungen kaufen, bis Big Blue eine Alternative verfügbar macht. Außerdem haben die Kunden nach Ansicht von Branchenkennern nach wie vor die Möglichkeit, über Third-Party-Anbieter ältere 8100-Modelle zu kaufen.

Das Schicksal des Betriebssystems DPCX scheint eng verknüpft mit der verbleibenden Lebensspanne der 8100. Anläßlich des Guide-Treffens im vergangenen Frühjahr gab IBM bekannt, daß DPCX künftig in seiner Funktionalität nicht mehr erweitert würde. Es sei nämlich für Big Blue weitaus einfacher, beim Einsatz auf anderen Systemen DPPX anstatt DPCX zu unterstützen.

Nach Worten eines IBM-Sprechers ist DPPX in einer Variante von PL/S geschrieben. In dieser Sprache würden alle wichtigen Betriebssyteme der IBM erstellt. Deshalb lasse sich der DPPX-Code leicht rekompilieren.