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12.05.1995

Mihatsch: Keine Eile bei der Partnersuche fuer CNI Mannesmann: Warten auf AT&T fuer das lukrative TK-Geschaeft

DUESSELDORF (gh) - Die Mannesmann AG will ihr Engagement im Bereich Telekommunikation weiter verstaerken. Ermutigt werden die Duesseldorfer vor allem durch den erfolgreichen Einstieg ins Mobilfunkgeschaeft. In einem zweiten Schritt soll nun die Tochtergesellschaft Mannesmann Eurokom GmbH, in der alle Telecom- Aktivitaeten mit Ausnahme des Mobilfunks gebuendelt sind, zu einem starken Standbein des Konzerns ausgebaut werden.

Bei der Suche nach einem internationalen Partner fuer die CNI Communications Network International sei man nicht in Eile, erklaerte das fuer den Telecom-Bereich zustaendige Mannesmann- Vorstandsmitglied Peter Mihatsch gegenueber dem Wirtschafts- Informationsdienst "vwd". Derzeit spreche man mit fuenf bis sechs moeglichen Partnern; auch mit AT&T habe man verhandelt. Mihatsch bezog sich mit dieser Aeusserung auf seit Wochen anhaltende Spekulationen, wonach man in der Duesseldorfer Konzernzentrale grosse Bauchschmerzen hinsichtlich des zusammen mit der Essener RWE AG und der Deutschen Bank betriebenen Joint-ventures hat (Mannesmann Eurokom haelt 50 Prozent der CNI-Anteile, die beiden anderen Partner je 25 Prozent).

Den Duesseldorfern fehlt ein eigenes Festnetz

Denn noch immer ist bei der Anfang 1994 aus der Taufe gehobenen Telecom-Allianz der seit langem angekuendigte internationale Partner nicht an Bord. Die Gespraeche mit den Amerikanern sind indes, glaubt man Insidern, festgefahren. Zudem liebaeugeln die Manager der Deutschen Bank mit einem Rueckzug aus dem Telecom- Geschaeft, und Partner RWE ist mit der Gruendung der Deutschen Netz AG im Verbund mit anderen regionalen Energieversorgern laengst auch eigene Wege gegangen. Wuerde RWE aus dem Joint-venture aussteigen, stuende, so die Mutmassung von Experten, Mannesmann im liberalisierten Telecom-Markt unter Umstaenden ohne eigenes Festnetz da.

Unabhaengig davon will man unter dem Dach der in Eschborn ansaessigen CNI wie geplant ein digitales Hochgeschwindigkeitsnetz fuer Daten, Sprache und bewegte Bilder betreiben. Hierzu sollen zunaechst acht Standorte in Deutschland miteinander verbunden werden. Bei diesem Engagement waere, so Mihatsch, ein internationaler Partner durchaus willkommen. Dieser muesse aber "nicht unbedingt aus den USA kommen"; man sei nicht an Geld, sondern an Know-how interessiert. CNI habe zudem zu Beginn des Jahres 60 Prozent der Anteile am groessten deutschen Internet- Service-Provider, der Dortmunder Eunet GmbH, uebernommen. Generell will man bei Mannesmann, so Mihatsch, das Telecom-Geschaeft als weiteres starkes Standbein des Konzerns ausbauen. Ausgangsbasis hierfuer bilde die erfolgreich in den Markt gestartete Mannesmann Mobilfunk GmbH, die dieser Tage den mil-

lionsten Kunden in ihrem D2-Netz begruessen koenne. Allein in das Abenteuer Mobilfunk seien bis jetzt, wie der fruehere Mannesmann- Mobilfunk-Chef betonte, 2,5 Milliarden Mark investiert worden.

Mindestens noch einmal die gleiche Summe stellte der Mannesmann- Vorstand fuer weitere Telecom-Aktivitaeten des Konzerns innerhalb der naechsten fuenf Jahre in Aussicht. Diese sind - mit Ausnahme des Mobilfunks - in der Tochter Mannesmann Eurokom gebuendelt, wo man neben den CNI-Anteilen auch Beteiligungen am Buendelfunkbetreiber Quickfunk (51 Prozent) und der GfD Gesellschaft fuer Datenfunk (21 Prozent) unterhaelt. Naehere Einzelheiten der Investitions- und Umsatzplanung wollte Mihatsch allerdings nicht nennen. Diese haenge entscheidend "von Ausmass und Zeitpunkt der Deregulierung des deutschen Telecom-Marktes" ab.