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25.05.1984 - 

Hierarchie der Bediener bleibt gewahrt:

Mikrocomputer regelt Feueralarm

MÜNCHEN (pi) - Eine neue Systementwicklung auf dem Gebiet der Brandschutztechnik ist das Brandmeldesystem BMS 32/80. Das Produkt arbeitet nach dem Prinzip der "verteilten Intelligenz".

Beim BMS 32/80 erbringt nicht mehr ein zentraler Mikrocomputer die gesamte Verarbeitungsleistung, sondern mehrere voneinander unabhängige Mikrocomputerbausteine.

Diese in je einem eigenen Einschub untergebrachten Elemente sind Herstellerangaben zufolge so über einen Datenbus zusammengeschaltet, daß der Ausfall eines Mikrocomputers weder das gesamte System noch die anderen intakten Mikrocomputer behindert. Wichtige zentrale Steuerfunktionen wie örtlicher Alarm oder Alarmierung der Feuerwehr würden über eigene Signalleitungen ausgelöst.

Das Sicherheitskonzept des BMS 32/80 hat Siemens, eigenen Angaben zufolge, durch weitere Maßnahmen abgerundet - etwa die Schreibsperre zum Verhindern unbeabsichtigter Datenänderungen oder den automatischen Test auf Alarmfähigkeit. An jeden Einschub mit autarkem Mikrocomputer seien bis zu acht Meldergruppen anschließbar die entweder konventionelle Grenzwertmelder oder Meßwertgeber nach der Pulsmeldetechnik enthalten könnten. Die beiden Meldergruppenarten ließen sich von der Zentrale auch parallel bearbeiten.

Besonderer Wert wurde auf die optionale Bedienung des Systems gelegt. Die unterschiedlichen Kompetenzen der Bedienungspersonen im Brandfall soll das zweistufige "konzentrierte Bedienfeld" wahren. So kann in der ersten Bedienungsstufe - etwa vom Pförtner - nur der akustische Alarm an der Zentrale abgestellt werden, der Zentralenschrank selbst bleibt verschlossen. In der zweiten Stufe dürfen brandschutzgeschulte Personen den Schrank aufschließen und einfache Bedienungen vornehmen - etwa Ein- und Ausschalten der automatischen Alarmorganisation, Ein- und Ausschalten der Meldergruppen oder Abfragen des Alarmlzählerstandes.

Neben dem konzentrierten Bedienfeld besitzen die BMS-Zentralen noch ein Meldergruppenanzeigefeld, das einen Gesamtüberblick über den aktuellen Anlagenzustand gibt. Hier werde jede Meldergruppe getrennt nach Alarm und Störung angezeigt. Hinzu kommt noch die Einsatzdatei, die laut Siemens im Alarmfall je Meldergruppe eine Informationskarte bereithält. Hieraus gehen die Gebäudeübersicht, der Anfahrtsweg für die Feuerwehr sowie wichtige Meldebereichshinweise für die schnelle Brandbekämpfung hervor.

Von dem neuen Brandmeldesystem gibt es vorerst zwei Wandschrankversionen für den Anschluß von 32 und 80 Meldergruppen. Beide Zentralen haben dieselbe Hard- und Software.