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27.10.1978 - 

Neue Compiler für höhere Programmiersprachen:

Mikrocomputer werden anwendungsfreundlicher

MÜNCHEN (de) - Mit "Hochsprachen"-Compilern wollen Hersteller wie Texas Instruments und National Semiconductor ihre Mikrocomputer "hoffähig" machen. Was sich bei der Mikrocomputer-Software tut, hat die IDC Deutschland GmbH in ihrem EDP-Report Band 4 Nr. 16 vom 15. September 1978 untersucht. Auszug:

Anwender von Mikrocomputern erstellen zu zirka 80 Prozent ihre Software in Assembler. Dies gilt bis in die heutige Zeit. Dementsprechend hoch waren und sind die Kosten für die Programmierung und nicht zuletzt für die Fehlersuche. Eine Untersuchung im Jahre 1976 ergab, daß der Kostenanteil für Software-Entwicklung an den gesamten Produkt-Entwicklungskosten bei durchschnittlich 42 Prozent lag, während durchschnittlich 50 Prozent der Softwarekosten zu Lasten der Fehlersuche gingen (Testing, Debugging). Einige Hersteller bieten zwar Basic-Interpretatoren an, Compiler für höhere Programmiersprachen waren jedoch bisher aus folgenden Gründen nicht erhältlich:

- Compiler für eine höhere Programmiersprache benötigen zu viel Speicherplatz

- Speicherbausteine verursachen zu hohe Kosten

- Die Hersteller scheuten vor den Entwicklungskosten zurück, ihr primäres Ziel war der Verkauf von Hardware.

Da aber durch fortschreitende Technologien Speicherbausteine immer billiger werden (mittlerweile bietet Texas Instruments einen 64 K-Bit RAM für 320 Mark an), dürfte die Aufnahmebereitschaft für Sprachcompiler wachsen. Die Hersteller haben diese Marktlücke erkannt, wie folgende Aktivitäten zeigen:

- Die Firma American Microsystems arbeiten an der Entwicklung eines Pascal-Compilers. Die Fertigstellung erfolgt an der Universität von Kalifornien.

- Texas Instruments entwickelt ebenfalls einen Pascal-Compiler für die 990er Mikrofamilie.

- National Semiconductor steht kurz vor der Fertigstellung eines

Pascal-Compilers.

Pascal, in seiner ursprünglichen Form für wissenschaftliche Anwendungen konzipiert, dürfte sich speziell für industrielle Anwendungen und für den Bereich Erziehung eignen (Gymnasien, Hochschulen).

Trotz dieser begrüßenswerten Entwicklung aber auch hier ein Wermutstropfen: So unterschiedlich wie die Hardware der obengenannten Hersteller dürften auch deren Pascal-Compiler sein. Man kann nur hoffen, daß zumindest die Quellsprache einigermaßen einheitlich ausfällt.