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Mikroelektronikeinsatz unumgänglich

03.12.1982

BONN (CW) - In den drei Fraktionen des Bundestages besteht Einigkeit darüber, daß die Mikroelektronik im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft verstärkt eingeführt werden muß. Dies zeigte eine Aussprache über Stand und Probleme des Einzugs neuer Techniken am Arbeitsplatz.

Anlaß für die Debatte war eine noch von der alten Regierungskoalition gegebene Antwort auf eine große Anfrage von SPD und FDP. Darin war betont worden, daß langfristig etwa drei Viertel der heimischen Industrie durch die Mikroelektronik betroffen seien. Zugleich wurde aber auch eingeräumt, daß die Bundesrepublik trotz des hohen technischen Standes einiger Unternehmen bei der Mikroelektronik bisher ein Importland sei.

Abgeordnete der SPD-Fraktion äußerten Sorge um den drohenden Verlust von Tausenden von Arbeitsplätzen. Nach Prognosen der Gewerkschaft IG Metall müsse man damit rechnen, daß bis zum Ende dies Jahrzehntes etwa 650000 Arbeitsplätze verlorengingen, ohne daß ,Auffangbecken" für die betroffenen Arbeitnehmer vorhanden seien.

Demgegenüber meinte Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber, man müsse jetzt dafür sorgen, daß die mit dem Technologiewandel auch verbundenen neuen Arbeitsplätze in der Bundesrepublik und nicht in den Vereinigten Staaten oder Japan entständen. Riesenhuber kündigte außerdem an, daß er sich für eine noch engere Zusammenarbeit zwischen Staat, Wirtschaft und Wissenschaft sowie für eine gezieltere Forschungsförderung einsetzen werde.