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18.11.1988

Mikrokanal: Drei von vier Anwendern sagen no

LONDON (IDG) - IBM muß sich in Sachen Mikrokanal auch weiterhin auf Gegenwind einstellen und noch viel Überzeugungsarbeit leisten. 73 Prozent der befragten PC-Anwender sagen nein zum Mikrokanal. So lautet jedenfalls das Ergebnis einer Studie der PC Business World: Nach Angaben der Zeitung sprachen sich drei Viertel der Befragten gegen PS/2-Rechner auf Basis des Mikrokanals aus. 61 Prozent halten die IBM-Architektur schlicht für unwichtig. Nur 26 Prozent sind von IBM so überzeugt, daß sie auf den Mikrokanal setzen.

Der Grund für die überwiegend abschlägige Haltung der PC-Benutzer liegt laut PC Business World an den weitaus höheren Kosten und den Schwierigkeiten, die solch eine Systemumstellung mit sich bringt. Außerdem müsse die von IBM in Aussicht gestellte Mehrleistung erst noch Realität werden. Denn die meisten PC-Benutzer sind mit den bestehenden Systemen und MS-DOS zufrieden.

"Wir haben einige PS/2-Rechner im Einsatz", sagte Malcolm Inman, Manager des Unternehmens Binder Hamlyn Plc. Sie seien teuer und hätten mehrmals einen Head-Crash gehabt, sagte Inman weiter. Er glaube nicht, daß noch weitere Modelle angeschafft würden. Außerdem würden sie nicht schnell genug mit der Novell-Netware arbeiten. Insgesamt stimme das Preis-/Leistungs-Verhältnis nicht.

Ähnliche Töne hört man auch aus dem Unternehmen Hogben Smith Barritt Ltd. Dort besteht ein Liefervertrag mit dem Hersteller Apricot. Die von Apricot angekündigten Mikrokanal-Maschinen in IBM-Lizenz will Hogben Smith Barritt jedoch nicht abnehmen.

In dem EISA-Bus sehen die Anwender eine Alternative zum Mikrokanal. Einige Unternehmen hätten der Umfrage zufolge Mikrokanal-Pläne verworfen, weil sie dem EISA-Bus mehr Chancen einräumen. Der Branchenprimus selbst zeigt sich von dem schleppenden Geschäft mit dem Mikrokanal nicht enttäuscht: "Von unserem Standpunkt aus läuft das Geschäft gut", sagte ein Sprecher. Man hätte bereits drei Millionen PS/2-Systeme verkauft, und sobald OS/2-Applikationen auf den Markt kämen, würde die Architektur an Popularität gewinnen.