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18.11.1983 - 

Ausstellungsschwerpunkte:

Mikroprozessor spielte in Düsseldorf erste Geige

MÜNCHEN (rs) - Obwohl sich die Interkama nach Ansicht ihres Pressesprechers Rolf H. Schuh inzwischen zur größten Instrumentierungsfachmesse der Welt entwickelt hat, ist die Übersichtlichkeit der Fachmesse nicht in gleichem Maße gestiegen. In diesem Jahr soll nun der Anfang gemacht werden, das Angebot stärker zu strukturieren. Dies betrifft nicht allein die Einführung des neuen "Informationssystems Interkama (IPI)", sondern auch den Versuch einer Einteilung nach Branchen.

Experten der Interkama schätzen das Marktvolumen für Instrumentierung und Automatisierung im Jahr 1983 weltweit auf über 120 Milliarden Mark. Diese Zahl umfaßt Hard- und Software, schließt die Prozeßrechner schließlich der Mikrocomputer für Meß- und Automatisierungsaufgaben mit ein und bezieht sich gleichermaßen auf pneumatische und hydraulische Meß- und Automatisierungseinrichtungen sowie auf solche der Bereiche Feinmechanik und Optik und schließlich des Maschinenbaus. Die genannte Zahl entspricht dem gesamten meß- und automatisierungstechnischen Aufwand der Welt.

Schwieriger als die Marktentwicklung sind die technischen Entwicklungstendenzen abzuschätzen, die sich auf der Interkama 83 abzeichnen. Eine wichtige Rolle spielt der Mikroprozessor, obwohl er im Ausstellungsverzeichnis überhaupt nicht zu finden ist: Für sich allein ist er als Exponat nicht zugelassen. Doch dieses Bauelement findet sich überall auf der Ausstellung, eingebaut in Geräten, Einrichtungen und Systemen zum Messen, Analysieren, Steuern, Regeln, Prüfen und Rechnen.

Die Hälfte noch ohne Elektronik

Einen weiteren Schwerpunkt dürfte alles bilden, was unter dem Begriff "Verteilte Prozeßautamatisierung" läuft. Dazu gehört auch eine neue Leitstand- und Wartentechnik mit reduzierter Anzahl an Schreibern und Anzeigern, dafür aber mit Bildschirm-Monitoren und Lichtstiftbedienung. Dabei stimmt die "literarische" Überschätzung der Mikroelektronik nicht mit der Praxis überein.

Die Wirklichkeit beweist nämlich, daß heute noch mehr als die Hälfte aller auf der Interkama gezeigten Geräte und Einrichtungen ganz ohne Elektronik auskommt. Die meisten Exponate sind rein elektrischer oder elektromechanischer Natur, wobei sich bei größeren Apparaturen die Unterschiede zwischen Feinmechanik, Elektromechanik und Maschinenbau verwischen.

Zu den weiteren Schwerpunkten der Ausstellung zählt auch die Optoelektronik. Dazu gehören nicht nur LEDs (Light Emitting Diodes), sondern auch Glasfaserkabel für die Meßwertübertragung bis hin zum Lichtleiterbus. Hier beginnen sich die unabhängigen Gebiete Prozeßautomatisierung und Kommunikationstechnik zu durchdringen.

Ein anderes wichtiges Gebiet der Interkama steht bei uns noch am Anfang seiner Entwicklung: die Handhabungsautomaten, auch Industrieroboter genannt. Die Flexibilität derartiger Systeme wird weiter wachsen. Ende der achtziger Jahre dürften die Roboter fühlen und sehen können, wobei Video- und Sensortechnik hier ihr Scherflein noch beitragen müssen.

Last not least findet die Sonderschau "Angewandte Forschung" jetzt zum fünften Mal statt. Auf dieser Ausstellung in der Ausstellung" informieren wissenschaftliche Institutionen - vom Uni-Institut bis zur Forschungsgesellschaft - über ihre Aktivitäten im Bereich des Technologietransfers, dem Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen anwendungsorientierter Forschung und produzierender Industrie.