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Marktforscher prognostizieren Steigerungsraten im Computermarkt:


26.07.1985 - 

Mikros gelten als stärkster Wachstumsträger

WIEN (vwd) - Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate des Computermarktes in Österreich könnte nach den Berechnungen der österreichischen Vertretung von International Data Corporation (IDC) bis Ende dieses Jahrzehnts 15 Prozent betragen. Mit den stärksten Zuwächsen rechnet das Unternehmen bei den Einplatzgeräten, für die eine jährliche Steigerungsrate von 38 Prozent vorhergesagt wird.

Für die Bereiche Software und Service wird eine durchschnittliche jährliche Zuwachsrate von 23 Prozent veranschlagt. Dagegen werden die Personalaufwendungen nur unterdurchschnittlich um acht Prozent zunehmen, prognostizieren die Wirtschaftsforscher. Eine deutlich steigende Tendenz haben auch die Kosten für die Leistungsmieten.

Den Zahlen zufolge gab Österreich nach dem Stand von Anfang 1984 nur etwa zwei Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für EDV aus. Es nahm dabei unter 15 europäischen Staaten den drittletzten Platz ein (vor Spanien mit 1,6 Prozent und Portugal mit 1,5 Prozent). In dieser Liste liegt Schweden mit 2,8 Prozent an der Spitze.

Die Computerverkäufer in Österreich hatten 1984 ein sehr gutes Jahr. Der Wert der installierten Computer erhöhte sich um 16 Prozent auf 26,3 Milliarden Schilling. Die Zahl der Anlagen in allen Größenklassen belief sich am 1. Januar 1985 auf 201 703 (1983: 101 341) Stück. Davon entfielen nach Angaben des Beratungsunternehmens für Informationstechnologie, Diebold Parisini, 148 112 Einheiten auf Mikrocomputer. Bei diesen Rechnern dem wichtigsten Wachstumsbereich des Computermarktes im Vorjahr - hat sich der Bestand in Österreich seit 1983 fast verdreifacht. Der Wert der eingesetzten Mikrocomputer betrug am Anfang dieses Jahres 3,1 Milliarden Schilling.

Der Wertzuwachs der installierten Mikrocomputer erreichte allein im vergangenen Jahr 1,5 Milliarden Schilling. Er war damit ebenso groß wie bei den Großcomputern, deren zahlenmäßiger Bestand sich 1984 jedoch nur um elf Prozent erweiterte. Der Trend zu Arbeitsplatzrechnern hat sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet. Sie gewannen zunehmend Marktanteile, wohingegen der Anteil der MDT-Anlagen unverändert blieb.

Mikros preschen vor

Auf dem Computermarkt kam es im Vorjahr trotz der kräftigen Marktexpansion zu keinem Preisverfall. Das Preis/Leistungs-Verhältnis der angebotenen Anlagen verbesserte sich um rund zehn Prozent. Einem deutlichen Nachgeben der Preise stand auch der feste Dollarkurs entgegen. In Österreich muß fast die gesamte Computerpalette importiert werden. Eine eigene Computerproduktion besteht nur bei Philips, Mannesmann-Tally und Mupid. Dagegen wird in Österreich in größerem Umfang Software produziert und auch exportiert.

Der Computerumsatz zu Endverbraucherpreisen erreichte 1984 einen Wert von rund 9,7 Milliarden Schilling. Zusätzlich wurde Software für fünf Milliarden. Schilling verkauft. Vom Umsatz her führend Computerlieferanten waren 1984 IBM, gefolgt von Philips, Siemens, Nixdorf, Sperry, Digital Equipment und Honeywell Bull.

Preisverfall bei Software

Auf dem Markt für Kleinrechner wird für 1985 ein Absatz von 110 000 Geräten im Haushaltsbereich (1984: 70 000) und 20 000 für kommerzielle Anwendungen erwartet. Bis 1989 wird ein Anstieg der jährlichen Verkäufe auf 400 000 für Geräte, die von den privaten Haushalten abgenommen werden, und 70 000 kommerzielle Einheiten prognostiziert.

Bei Software erwarten die Experten einen fortschreitenden Preisverfall. Insgesamt aber dürften die Aufwendungen für Software und Serviceleistungen in den nächsten Jahren noch steigen. Sie lagen 1983 in Österreich bei 17 Prozent der Gesamtausgaben für Datenverarbeitung und könnten bis 1989 nach Ansicht der Experten auf 25 Prozent zunehmen. Der Anteil der Hardware an den DV-Gesamtausgaben wird nach Ansicht von Experten im gleichen Zeitraum nur geringfügig auf 33 Prozent steigen.