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01.10.1999 - 

Abschreibungsdauer wird Branche nicht gerecht

Milliardenbelastung für Elektroindustrie?

MÜNCHEN (CW) - Eine steuerliche Mehrbelastung von über einer Milliarde Mark sieht die Elektroindustrie im nächsten Jahr auf sich zukommen. Den Grund dafür macht der Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) in der geplanten Verlängerung der Nutzungsdauer für einen großen Teil der Anlagegüter aus.

So sieht das Bundesfinanzministerium vor, daß künftig nicht mehr die wirtschaftliche, sondern die oftmals längere technische Nutzungsdauer als Meßlatte für Abschreibungen zu gelten hat. Anlaß dieser Verlängerung war ein Urteil des Bundesfinanzhofes vom November 1997, bei dem es um die Abschreibung von Personenwagen bei Autovermietern ging.

"Dabei wird ignoriert, daß es für unsere Produkte wie Telekommunikationsanlagen und PCs keinen lukrativen Gebrauchtmarkt gibt, wie dies bei Autos der Fall ist. Für einen drei Jahre alten Computer zahlt niemand mehr etwas. Warum soll ich ihn dann über sechs Jahre abschreiben?" kritisiert Christian Brunke, Vorsitzender des Finanz- und Steuerausschusses des ZVEI.

Dem enormen Preisverfall und den Innovationssprüngen der Branche sei schon die bisherige Abschreibungsdauer von vier Jahren nicht gerecht geworden. Verlängerten sich nun die Abschreibungsfristen nochmals durchschnittlich um zehn Prozent, müßte die Elektroindustrie bei einem jährlichen Abschreibevolumen von zehn Milliarden Mark mit einer Mehrbelastung von einer Milliarde rechnen, rechnete der ZVEI vor.