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IDC prognostiziert Installationswachstum zwischen drei und 19 Prozent:


03.12.1982 - 

Minibestand wächst schneller als Jumbopark

MÜNCHEN - Die Nachfrage nach Minicomputern und Universalrechnern wird in den nächsten fünf Jahren nicht zurückgehen. So prognostizieren die Marktforscher der IDC Deutschland GmbH für die Minis jährliche Zuwachsraten nach Installationsgesamtwerten zwischen 23 und 27 Prozent. Für die Mainframes wird ein Anstieg von vier bis sieben Prozent vorausgesagt - ausgehend von einem wesentlich höheren Niveau.

Bei dem nach Herstellern und Modellen unterteilten Census der IDC-Marketingstrategen sind im Großrechnerbereich die IBM-Computer unangefochten vorn: Sie repräsentieren mit einem Gesamtwert der Installationen (CW-Berechnungen auf der Basis von Durchschnittspreisen) in Höhe von rund 75 Milliarden Dollar weltweit einen Marktanteil von 67,5 Prozent (Stand 12/81). Bei Universalrechneranwendern sind IDC zufolge 61109 IBM-Anlagen installiert. An zweiter Stelle liegt, schon weit abgeschlagen, die Honeywell Information Systems mit 18 350 installierten Rechnern und einem Gesamtwert von 9,5 Milliarden Dollar. HIS erreicht damit einen Marktanteil von 8,5 Prozent. Dicht auf liegt dann Burroughs auf dem dritten Platz mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent, 9516 installierten Anlagen und einem Installationswert von sechs Milliarden Dollar.

Weltweit waren Ende 1981 in dieser Rechnerkategorie 110239 Computer mit einem Gesamtwert von 110,6 Milliarden Dollar installiert. Die Marktforscher prognostizieren für die nächsten fünf Jahre kontinuierliche Zuwachsraten: In diesem Jahr rechnet man mit einem Plus von 4,4 Prozent, von 1982 auf 83 sollen 5,7 Prozent, im Jahr darauf 5,3 Prozent erreicht werden. Von 84 auf 85 sollen immerhin fast sieben Prozent zugelegt werden. Von 1985 auf 86 glauben die Marktforscher, daß die Wachstumsrate wieder auf 5,3 Prozentpunkte sinkt.

Bei den Installationszahlen sieht das Bild ähnlich aus: Hier bewegen sich die Zuwachsraten innerhalb der nächsten fünf Jahre zwischen drei (von 1981 auf 82) und 6,1 Prozent (84 auf 85).

Anders die Situation im Minicomputermarkt: Hier waren Ende 1981 weltweit 845777 Anlagen installiert, der Gesamtwert beläuft sich auf 24,5 Milliarden Dollar. Die wertmäßigen Zuwachsraten sehen die IDC-Forscher in diesem Bereich künftig ebenfalls einigermaßen konstant jedoch mit einem leichten Abwärtstrend: Von 27,3 Prozent Wachstum (1981 auf 82) bis 23,5 Prozent von 1985 auf 86. Bei der Gesamtzahl der Installationen gibt es IDC zufolge insgesamt einen leichten Anstieg von knapp 16 in diesem Jahr auf 19 Prozent für die Zeit von 1985 bis 1986. Das läßt den Schluß zu, daß die Marktforscher insgesamt mit einem leichten Preisrückgang bei den Minis rechnen, da die Installationszahl zwar steigt, der Parkwert jedoch sinkt.

Auf dem Markt dieser Systeme spielt Digital Equipment die erste Geige: DEC hält mit 371 595 installierten Anlagen und einem Gesamtwert der Installationen in Höhe von an die sieben Milliarden Dollar weltweit einen Marktanteil von rund 28 Prozent. Die Kronprinzenposition hält Hewlett-Packard mit einem Anteil am Minimarkt von 14,4 Prozent (3,5 Milliarden Dollar, 69335 installierte Computer).

Der Dritte auf dem Treppchen der erfolgreichen Minibauer ist Data General mit 109 800 installierten Geräten und einem Gesamtwert in Höhe von 2,4 Milliarden Dollar.

Allgemein ist bei der IDC-Analyse noch zu beachten, daß die Marktzahlen nur für US-Hersteller und internationale (=Non-US-) Hersteller mit US-Niederlassungen erhoben werden. Die "Gesamtzahl installiert" berücksichtigt dabei auch Rücknahmen vom Markt.

Bei der Gesamtsumme "Minis" wurden diejenigen Lieferungen abgezogen, die in Small-Business-Systeme via OEM eingingen. Der Wert der Auslieferungen und des installierten Bestandes wurde auf der Basis durchschnittlicher Systempreise einer mittleren Konfiguration mit Peripherie errechnet. Quelle: IDC