Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.11.1985 - 

Europäische Tochter stützen das Ergebnis der US-Mutter:

Minimaker DEC mit deutlichem Gewinnrückgang

MÜNCHEN (ru) - Die Digital Equipment Corp. (DEC) schloß das erste Quartal des Geschäftsjahres 1985/86 (30. 6) mit einem deutlichen Gewinnrückgang ab. Unter dem Strich blieben dem weltweit zweitgrößten DV-Hersteller 72,325 Millionen Dollar. Zwölf Monate zuvor hatte DEC noch einen Nettogewinn von 144,2 Millionen Dollar für den Vergleichszeitraum ausgewiesen.

Verbessert wurde dieses Ergebnis allerdings durch eine Steuergutschrift von 63,25 Millionen Dollar, so daß der Gewinn im Korrespondenzquartal lediglich 80,97 Millionen Dollar betrug. Damit nimmt sich der Rückgang nicht gar so drastisch aus, beträgt aber immerhin noch 10,7 Prozent. Nicht rückläufig war hingegen der Umsatz: Er stieg in dem am 30. September zu Ende gegangenen Quartal um 7 Prozent auf 1,62 (1,52) Milliarden Dollar.

Für DEC ist die derzeitige Rezession der amerikanischen Wirtschaft der auslösende Faktor für den Gewinnrückgang. Die europäischen Tochtergesellschaften des Minicomputer-Produzenten aus Maynard hingegen profitieren von dem stabileren konjunkturellen Klima. Insofern stützen sie das Ergebnis der US-Mutter überdurchschnittlich.

Der Gewinn je Aktie beläuft sich auf 1,20 Dollar. Analysten hatten sogar mit einem noch schlechteren Quartalsergebnis gerechnet und einen Gewinn von lediglich 90 Cent pro Aktie prognostiziert. DEC: "Wir können noch froh sein, andere hat es härter getroffen."

Zur Gelassenheit gibt diese Bilanz der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 1985/86 gleichwohl keinen Anlaß. Zwar liegt der Umsatz über dem ersten Quartal des Vorjahres, bleibt aber hinter den folgenden Vierteljahres-Umsätzen zurück. Sie kletterten von 1,63 Milliarden Dollar im zweiten auf 1,85 Milliarden Dollar im Schlußquartal.

Gravierender wird der Gewinnrückgang, zieht man als Vergleich nicht das erste, sondern die Folgequartale des Geschäftsjahres 1984/ 85 heran. So verbuchte DEC beispielsweise in den letzten drei Monaten einen Gewinn von 100,4 Millionen Dollar.

Mit dem Erfolg hapert es bei DEC schon etwas länger. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr mußten die Kalifornier im dritten kund vierten Quartal Abstriche machen. So lagen die Gewinne mit 9117 (101,8) und 100,4 (130,6) bereits unter denen des Vorjahreszeitraumes (Zahlen in Klammern).

Mit einem "signifikanten" Rückgang der Gewinne machte DEC bereits vor zwei Jahren von sich reden. Im ersten Geschäftsquartal 1983/84 fiel das Ergebnis nach Steuern auf 15,9 (56,8) Millionen Dollar zurück.

Der Kurs für die DEC-Aktie sackte innerhalb von 48 Stunden von 72,50 auf 27,75 Dollar.

Zu dem Rückschlag hatten damals Lieferprobleme bei den Minicomputern durch mangelnde Verfügbarkeit von Winchester-Festplatten und Wechselplatten geführt.

Gravierende Preissenkungen gab Digital Equipment am ersten Tag der Systems bekannt. Zum 1. November gibts die VAX 11/785 mit einem Abschlag von -25 Prozent, die VAX 11/ 750 um 20 Prozent verbilligt und Hauptspeicherkapazität sogar um 40 Prozent reduziert. Marktanalysten sehen einen direkten Zusammenhang mit den rückläufigen Quartalsergebnissen des Minimakers.