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23.01.1981

Minis von Data General steuern Projekt im Golf von Mexico:Loop verbilligt das Faß Rohöl

ESCHBORN (pi) - Um zwanzig Pfennig pro Faß Rohöl reduzieren sich die Kosten, wenn die Tanker offshore entladen werden. Fünf Ölgesellschaften sind deswegen an Projekt "Loop" (Louisiana Offshore Oil Port) beteiligt, das im Golf von Mexico Wirklichkeit werden soll.

In der ersten Phase der Installation ist die Bewältigung einer täglichen Durchsatzrate von 1,4 Millionen Faß ÖI geplant.

Ein ankommender Öltanker legt an einer der drei bestehenden Einzelanker-Anlegestellen (single anchor leg mooring = Salm) an, die sich 30 km von der Küste entfernt befinden. Zwei 320 m lange, flexible, schwimmende Schlauche leiten das Öl von dem Ölablaßkrümmer des Tankers an das Zentrum von Salm weiter.

Von dort wird das Öl in einer Unterwasser-Pipeline zur Loop-Pumpstation gepumpt. Ausgehend von dieser Pumpstation wird dieses Öl in drei parallel verlautenden Pipelines zur Küste weitergeleitet. Dieses Pumpsystem gewährleistet eine Durchsatzrate von bis zu 100 000 Faß je Stunde.

Öl im mittleren Westen

An der Küste übernehmen in der Fourchon Booster Station vier Elektromotoren den Weitertransport des Öls, welches durch eine Pipeline Richtung Clovelly Salt Dome läuft.

Normalerweise wird das von Clovelly Salt Dome ausgepumpte Öl in Richtung Nordwesten durch eine Locap-Pipeline weitergeleitet. Diese ist dem Capline-Terminus in St. James, Louisiana, angeschlossen, einem Zentrum, welches den mittleren Westen der USA mit Rohöl versorgt. Durch Capline und die daneben liegenden Rohöl-Pipelines ist es möglich, das Loop-System mit ungefähr 25 Prozent der in den USA bestehenden Raffinerien zu verbinden.

Druck in der Pipeline

Die Installation des Überwachungs- und Kontrollsystems führt die Control Applications Inc. (CAI), Houston, Texas, federführend durch. Alle Computer stammen von Data General.

Folgende Funktionen sind innerhalb des Überwachungs- und Kontrollsystems gesteuert:

1. Datenerfassung von jedem Punkt innerhalb des Systems, um den Ölfluß zu überwachen und zu kontrollieren sowie für die Überprüfung der einzelnen kritischen Punkte der Anlage.

2. Überprüfung veränderter Konditionen im Pipeline-Mechanismus, wie zum Beispiel Funktionsbereitschaft und Status von Ventilen und Pumpen.

3. Hilfestellung bei der Planung des Pipeline-Betriebs, einschließlich Überwachung von Tanker-Ankunftszeiten, Tanker-Anlegemanövern, usw.

4. Überprüfung des gesamten Systems auf undichte Stellen mit einer Drei-Phasen-Methode. Die Berechnung des in der Pipeline herrschenden Drucks ergibt auch den sich zur gleichen Zeit in der Leitung befindenden Rohölbestand.

Folgende Kriterien werden gemessen:

1. Ausdehnung des Rohöls durch Wärmeeinwirkung;

2 Ausdehnung der eigentlichen Pipeline durch Wärmeeinwirkung;

3. Komprimierungsfähigkeit des Rohöls

4. durch internen Druckverursachte Ausdehnung der Pipeline.

5. Die Berechnung der abgelieferten Nettomengen ist ein zusätzlicher Wert, der für die Zahlungen der Abnehmer von Bedeutung ist. Wird eine neue Ladung Öl an Land gepumpt, dann werden die Meßeinrichtungen zuerst geeicht, indem eine schon bekannte Menge Rohöl neu quantifiziert wird.

Die Haupteinheiten für das Supervisory-Control- und Monitoring-System (SCAM) von Loop befinden sich in dem Operation-Center (OC) in Galliano, einem Ort, der ungefähr 5 km von Clovelly Salt Dome entfernt ist. Zusammen mit den Computern innerhalb des SCAM-Systems werden Peripherieeinheiten, Datenübertragungsleitungen und programmierbare Steuereinheiten eingesetzt.

Den Kern des Systems bilden zwei Eclipse M/600-Anlagen von Data General, die über eine Hauptspeicherkapazität von 640 KB verfügen. An jede der M/600-Anlagen ist ein Zeilendrucker (300 Zeilen/Min.) des Modells 4218 und ein Plattenspeicher-Laufwerk (Modell 6067) mit einer Speicherkapazität von 50 MB angeschlossen. Zusätzlich wird von beiden

M/ 600-Anlagen ein Plattenspeicherkassetten-Laufwerk mit einer Speicherkapazität von 10 MB gemeinsam genutzt.

An jedem der drei bestehenden, dezentralen Knotenpunkte ist eine Dual-Eclipse S/130-Minicomputer-Anlage installiert. Dabei handelt es sich um die der Küste vorgelagerte Plattform, die Fourchon Booster Station, und um den sich in Clovelly Salt Dome, befindlichen Zwischenspeicher. Diese dezentral installierten Anlagen arbeiten als "Facility Control Processors (FCPs)". Darüber hinaus befindet sich in der Hauptverwaltung in New Orleans eine weitere S/130-Anlage der Eclipse-Serie, die für die Planung und die Überwachung des Systems eingesetzt wird.

Ausgehend von Galliano bestehen drei Datenübertragungs-Leitungen die mit 1200 Baud/Sek. die FCPs untereinander verbinden. Es ist beabsichtigt, drei weitere Datenübertragungs-Leitungen zwischen Galliano und der in New Orleans ansässigen Hauptverwaltung einzurichten. Die gesamte Anlage soll 1981 in Betrieb genommen werden.