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15.05.2013 - 

Gartner zum 1Q13

Minus 20 Prozent im deutschen PC-Markt

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Gartner hat teils erschütternde Zahlen zum PC-Markt in Westeuropa im ersten Quartal 2013 vorgelegt.
Meike Escherich, Principal Analyst bei der Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner
Meike Escherich, Principal Analyst bei der Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner
Foto: Gartner

Der ging im elften Quartal in Folge zurück, und zwar heftig: In ganz Westeuropa wurden von Januar bis März noch 12,3 Millionen PCs ausgeliefert, das sind 20,5 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. "Im ersten Quartal hatten wir in Westeuropa den schlimmsten Markteinbruch seit Gartner in dieser Region die PC-Auslieferungen erfasst", kommentiert Analystin Meike Escherich.

Dass im ersten Quartal auf breiter Front Rechner mit Windows 8 verfügbar gewesen seien habe die Consumer-Käufe nicht beflügeln können, so Escherich weiter. Die neue Benutzeroberfläche von Windows 8 passe zwar zu neuen Formfaktoren. Jedoch fragten sich die Nutzer, was die Kacheln auf traditionellen PCs - Desktops und Notebooks ohne Touchscreen - sollten.

Auf jeden Fall waren im Q1 alle Segmente des PC-Markts im Jahresvergleich rückläufig. Für mobile und stationäre Rechner ging es um 24,6 und 13,8 Prozent bergab. Der Verkauft von Firmenrechnern sank um 17,2 Prozent, der Endkundemarkt um 23,7 Prozent. Hewlett-Packard und Acer mussten Rückgänge von über 30 Prozent verkraften. HP blieb trotz eines halbierten Geschäfts mit Consumer-Notebooks unangefochten Marktführer. Es gab übrigens sehr wohl auch Hersteller mit Wachstum in Westeuropa - Lenovo trotzte dem Abwärtstrend mit 7,2 Prozent Stückzahlenwachstum, und auch Apple auf Platz 5 legte um 0,8 Prozent zu (obwohl Gartner das iPad als Tablet in der Statistik nicht mitzählt).

Deutschland weiter im Sinkflug

In Deutschland schaffte kein einziger Hersteller in den Top 5 im ersten Quartal ein Stückzahlenwachstum im Jahresvergleich. Gerade noch 2,6 Millionen PCs wurden im ersten Quartal hierzulande verkauft, das sind noch einmal 20 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Wie auch in anderen Märkten griffen die Verbraucher offensichtlich lieber zu einem Tablet, statt sich einen neuen PC zuzulegen.

"Verbraucher kaufen eigentlich kein Tablet, um damit ihren PC zu ersetzen. Aber wenn das Ding erstmal in Gebrauch ist, übernimmt es oft eine zentrale Rolle bei alltäglichen Computing-Aufgaben und mit dem PC wird immer weniger Zeit verbracht", kommentiert Gartner-Expertin Escherich. "Wir erwarten, dass die installierte PC-Basis durch immer mehr angeschaffte Tablets und Smartphones schrumpft."

Auf dem deutschen PC-Markt konnte Lenovo seine im dritten Quartal 2012 eroberte Spitzenposition halten. Die Chinesen, die ja unter anderem den Aldi-Lieferanten Medion geschluckt hatten, schlugen sich in allen Bereich besser als der Gesamtmarkt und konnten im Consumer-Segment sogar um zwei Prozent zulegen. Der Zweitplatzierte HP führt noch bei Business- und Desktop-PCs, verliert gegenüber Lenovo aber rapide an Boden. Der Drittplatzierte Acer wurde im ersten Quartal besonders arg gebeutelt; die Taiwaner lieferten 45,6 Prozent weniger Rechner aus und verloren im Consumer-Segment sogar 48 Prozent.

Gartner erwartet, dass der Markt im weiteren Jahresverlauf noch weiter zurückgeht. Ganz hoffnungslos ist Analystin Escherich aber auch nicht. "Die Nachfrage im professionellen Sektor und die Einführung von Intels ‚Haswell‘-Prozessor könnte die Auslieferungen im zweiten Halbjahr und in das Jahr 2014 hinein stärken", mutmaßt die Principal Analyst.

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