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14.04.1989 - 

Hersteller traut sich auf unbekanntes Terrain:

Mips bietet jetzt auch Workstations an

SUNNYVALE (IDG) - Der amerikanische Superrechner-Hersteller Mips Computer Systems hat seine Produktpalette um den Bereich Workstations und Server ergänzt. Mit Blick auf die Kunden von Bildschirmarbeitsplätzen bietet das Unternehmen außerdem Terminals an, die jedoch nur mit Programmen unter der Oberfläche X-Window eingesetzt werden können.

Die Mips-Ankündigung belehrt die Gemeinde der Marktanalytiker eines besseren, die das Unternehmen bereits als Workstation- Abteilung von DEC degradiert sahen, nachdem DEC im vergangenen Jahr fünf Prozent des Computerherstellers übernommen hatte.

Die Workstations repräsentieren eine neue Geschäftspolitik des Unternehmens, das sich bisher eher im Bereich von Minicomputern mit Rechenleistungen zwischen 10 und 15 MIPS zu Hause fühlte. Die Rechner mit der Bezeichnung RS2030 werden als Einstiegssysteme verkauft und laufen unter dem Betriebsystem Unix. Sie sind mit einem RlSC-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 16 Megaherd ausgerüstet und haben eine Rechengeschwindigkeit vor 12 MIPS. Die grafischen Möglichkeiten sind auf zweidimensionale Darstellungen beschrankt - die Workstations sind in erster Linie für Desktop-Publishing-Anwendungen und Softwareentwicklung gedacht.

Der neue Server mit der Bezeichnung RC2030 ist eine abgesteckte Desktop-Version des bisherigen Mips-Servers M120. Er stellt die gleiche Verarbeitungsgeschwindigkeit bereit wie der M120, ist aber weniger ausbaufähig und kostet 10 000 Dollar weniger. Der Computer ist für den Betrieb für die kommende Unix-Version RISC/OS 4.0 ausgelegt und ab Mai dieses Jahres lieferbar. Im Softwarebereich hat das Unternehmen weiterhin ein Paket namens RISCwindows angekündigt. Nach eigenen Angaben basiert es auf der Benutzerschnittstelle Motif der Open Software Foundation.

Mit den Terminals liefert Mips Computer Systems erstmalig Systeme aus, die nicht auf einem Prozessor mit RISC-Architektur aufgebaut sind und nicht aus eigener Produktion stammen. Sie sind für den Einsatz mit dem File-Server konzipiert und sollen im Bereich Textverarbeitung eingesetzt werden.