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01.03.1991

Mips - eine Depotergänzung für risikofreudige Aktionäre

1989 wurden die Aktien der Mips Computer Systems im New Yorker Freiverkehr (over the counter/OTC) eingeführt. Obwohl es sich um eine relativ "kleine" Emission handelte und die Aktie schon bei der Emission zu 17,5 Dollar mit dem Vierfachen des Umsatzes bewertet wurde, gehört Mips zu den in Deutschland meistgehandelten OTC-Werten.

Beim heutigen Kurs von 15 Dollar liegt die Bewertung des Unternehmens bei 379,5 Millionen US-Dollar. Sie entspricht dem 1,65fachen des für 1991 erwarteten Umsatzes beziehungsweise einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von mehr als 40. Zum Vergleich: Konkurrent Sun Microsystems wird mit weniger als dem einfachen Umsatz und dem zirka 16fachen Gewinn je Aktie gehandelt.

Die "hohe" Börsenbewertung von Mips ist Ausdruck der Erwartung eines überdurchschnittlichen Umsatz- und Ertragswachstums. Für 1991 geht das Unternehmen im Vergleich zum Emissionsjahr 1989 von einer Gewinnverdreifachung bei 2,3fachem Umsatz aus. In dieser hochgeschraubten Erwartung liegt aber auch das besondere Risiko eines Wachstumspapiers. Werden die hochgesteckten Ziele nicht erreicht, kann es zu einem Kursdebakel kommen. Bei Mips so geschehen 1990, als sich der Kurs in der Spitze nahezu geviertelt hat.

Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensverwaltungsgesellschaft CMW

GmbH in München