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Neue RISC-Rechner und Kooperation mit AT&T

Mips ist Sun um eine Nasenlänge voraus

03.11.1989

PARIS (IDG/CW) - Der kalifornische Chip-Hersteller Mips Computer Inc. hat auf der Unix-Show in New York drei neue RISC-Rechner vorgestellt. Das Spitzenmodell verfügt über einen High-end-Prozessor mit einer Rechenleistung von 65 Millionen Instruktionen pro Sekunde (MIPS).

Die High-Tech-Schmiede aus Sunnyvale kann mit der Entwicklung des 65-MIPS Computers im Kampf um Marktanteile bei RISC-CPUs einen Etappensieg für sich verbuchen. Mips ist der Sun Microsystems Inc" die im ersten Quartal dieses Jahres einen Sparc-Rechner mit einer Leistung von 40 MIPS auf den Markt gebracht hat, somit eine Schritt voraus.

Im neuen Mips-Flaggschiff schlagt ein jüngeres Herz: die Zentraleinheit "R6000". Der auf der Emitter-coupled-logic-Technologie (ECL) basierende Prozessor leistet das Dreifache des Vorgängermodells R3000. Wie, aus Fachkreisen verlautet, entwickelt DEC zur Zeit eine RISC-Workstation auf Basis der R6000-CPU. Der Rechner soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen.

Um seine Position auf dem Workstation- und Server-Markt zu festigen, entwickelte Mips auch zwei Systeme auf Basis des "alten" R3000-Prozessors. Das Modell "RC3240" hat eine Rechenleistung von 18 MIPS und verfügt standardmäßig über ein 8-MB-RAM und ein 120-MB-Laufwerk. Optional kann die RAM-Kapazität auf 48 Megabyte erhöht werden. Für rechenintensivere Arbeiten wird als Optionen eine Festplatte mit vier Gigabyte Speichervolumen angeboten.

Mit der Auslieferung des RC3240 will Mips Anfang Dezember beginnen. Der Preis in der Grundkonfiguration beträgt 30 000 Dollar. Zum Vergleich nennt Mips den Sparcserver 330 von Sun: Er kostet in der Serienausstattung etwa 29 000 Dollar. Die maximale RAM-Speichererweiterung sei bei diesem Rechner jedoch auf 40 Megabyte und die Harddiskkapazität auf 1,3 Gigabyte begrenzt.

Das dritte System ist die Antwort von Mips auf Suns Sparcserver 370. Der "RC3260" basiert auf einem Prozessor vom Typ R3010 mit einer Rechenleistung von 20 MIPS. Zur Serienausstattung gehört ein 16-MB-RAM, eine 328-MB-Harddisk und ein 120-MB-Laufwerk. Mit der Auslieferung wird bereits Ende November begonnen. Der Preis: 55 000 Dollar.

Das Softwareangebot für die R3000-Rechner wurde ebenfalls erweitert. Mips bietet jetzt ein Programm an, das den Anschluß an Decnet erlaubt. Die Kosten für das Modell RC3240 betragen etwa 1900 Dollar und für den RC3260 knapp 2900 Dollar.

Obendrein hat die kalifornische Chip-Schmiede mit AT&T eine Vereinbarung getroffen, seine RISC-Prozessoren der Serie R3000 künftig mit dem neuen Unix System V, Release 4.0, auszustatten. Wie lange es dauern wird, die neue Unix-Version zu implementieren und wann die offizielle Freigabe erfolgt, blieb allerdings noch offen.