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Eingliederung in neue Muttergesellschaft


04.06.2004 - 

MIS AG plant weitere Restrukturierung

MÜNCHEN (CW) - "Um die Kostensituation neu zu ordnen", will die MIS AG noch im laufenden zweiten Quartal eine Restrukturierung vornehmen. Der Business-Intelligence-(BI-)Spezialist setzt dabei auf Synergieeffekte mit dem Mehrheitseigner Systems Union Group.

Die geplanten Maßnahmen hängen mit dem achtgrößten britischen Softwarehaus zusammen, das inzwischen 95 Prozent der Anteile besitzt und MIS als eigenständige BI-Tochter führen will. Von Systems Union stammt unter anderem auch der neu eingesetzte Finanzchef Anthony Parfitt.

Wie MIS-Vorstandsvorsitzender Peter Raue der COMPUTERWOCHE erklärte, wollen die beiden Unternehmen über ihre Zusammenarbeit eine Schwachstelle von MIS ausbügeln. So sei der Anbieter von BI-Software zwar im deutschsprachigen Markt gut aufgestellt, besitze jedoch gegenüber Firmen wie HP oder Cognos den Makel eines schwachen Auslandsgeschäfts. Diesem Nachteil will MIS nun abhelfen, indem das Softwarehaus auf die Infrastruktur der in 192 Ländern aktiven Muttergesellschaft zurückgreift. Über die damit verbundenen Einsparungen durch den Wegfall von Überschneidungen soll gleichzeitig die Gewinnschwelle sinken.

Insgesamt soll der Umstrukturierungsaufwand rund zwei Millionen Euro betragen. Die auftretenden Kosten kommen laut Vorstandschef Raue primär durch Rückstellungen für die Aufgabe von weltweit angemieteten Räumlichkeiten zustande. Die Konsequenzen für die Mitarbeiter würden derzeit überprüft. Raue schätzt, dass etwa drei bis vier Prozent der 460-köpfigen Belegschaft nicht zu einem Umzug bereit seien und ausscheiden.

Im Geschäftsjahr 2003 war es MIS dank den nach vorangegangener Restrukturierung gesunkenen Betriebskosten gelungen, mit 1,65 Millionen Euro wieder einen operativen Gewinn vor Firmenwertabschreibungen (Ebita) auszuweisen. Der Umsatz lag mit 47,9 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Dabei sanken die Einnahmen in Deutschland um zwei Prozent auf 34,1 Millionen Euro, während die Auslandserlöse um fünf Prozent auf 13,8 Millionen Euro zulegten. (mb)