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26.06.1998 - 

Gastkommentar

MIS-Anbieter ignorieren Euro

Das Naheliegende fällt vielen Menschen oft zuletzt ein - oder gar nicht. Die Entwickler von Management-Informations-Systemen (MIS) machen da keine Ausnahme. Diese Systeme könnten wesentlich komfortabler gestaltet werden. Dazu muß der Hersteller sich lediglich in das Denken eines Anwenders versetzen, der in der Regel schnell Ergebnisse sehen will.

Ein Beispiel ist die Umrechnung in Euro: Die neue Währung ist nicht mehr aufzuhalten. Die Mehrzahl der Hersteller von MIS-Produkten scheint das aber zu ignorieren. Bei den meisten MIS-Tools müssen nicht nur individuelle Anwendungen erst noch programmiert werden, sondern auch solche, die sich gut standardisieren ließen. Dazu zählt auch die Umrechnung in Euro. Jeder wird sie brauchen, also sollte sie dringend zu den mitgelieferten Standards gehören.

Ähnlich verhält es sich mit der Kumulation. Schließlich möchte der Nutzer nicht nur die Daten der Einzelmonate sehen. Er braucht die Gesamtwerte zum Beispiel des vergangenen Quartals. Auch für diese Selbstverständlichkeit haben viele MIS aber keine Funktionen vorinstalliert, diese müssen vielmehr nach dem Kauf erst noch umständlich programmiert werden.

Am Beispiel Euro könnten sich die MIS-Anbieter daran gewöhnen, Fähigkeiten, die für jeden Nutzer notwendig sind, grundständig in die Systeme aufzunehmen. So könnte man die vielbeschworene Anwenderorientierung endlich einmal in die Tat umsetzen. Schließlich möchte der Kunde nicht monatelang der Programmierung zuschauen. Entwickler von MIS sollten sich daher immer wieder die zentrale Frage stellen: Wie kann ich dem Anwender helfen? Standards gehört auch hier die Zukunft.